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Nach langen Ermittlungen gelang der Walliser Kantonspolizei nun ein grosser Coup: In einem Haus in Naters VS konnten 91 Waffen und 121 Trophäen sichergestellt werden. Sie gehörten Wilderern.

Die Kantonspolizei Wallis konnte im Oberwallis nach intensiven Ermittlungen einen umfangreichen bandenmässigen Wildfrevel aufklären. Den Tätern konnte ausserdem illegaler Waffenhandel nachgewiesen werden.

Im April 2011 eröffnete die Kantonspolizei Wallis im Oberwallis Ermittlungen wegen Wildfrevel. Bei Hausdurchsuchungen wurden dabei insgesamt 91 Waffen und 121 Trophäen (Hirsch-, Reh-, Stein- und Gemswild) beschlagnahmt. Darunter befanden sich abgeänderte Jagdgewehre, vollautomatische Waffen und verbotenes Waffenzubehör.

Illegaler Waffenhandel

Während den Ermittlungen stellte sich heraus, dass zwei der beschuldigten Täter über mehrere Jahre, hauptsächlich am Natischerberg, Wildfrevel betrieben. Ihnen werden 19 Wildtierabschüsse (Hirschwild, Rehwild, Steinhuhn) zur Last gelegt.

Ein Teil des Wildfleisches wurde von den Tätern weiterverkauft oder verschenkt. Zehn weiteren Personen, darunter acht Jägern, konnten im Zusammenhang mit diesem Fall Widerhandlungen gegen das Schweizerische Waffengesetz nachgewiesen werden. In den meisten Fällen ging es dabei um illegalen Waffenhandel.

Bei den 13 Männern handelt es sich um Oberwalliser im Alter zwischen 21 und 66 Jahren. Vier Personen waren während den Untersuchungen vorübergehend inhaftiert. Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft Amt Oberwallis geleitet.

Bild: kapoSG

Bild: kapoVS

Quelle: 20min

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Quelle: berggeist007 / pixelio.de

Ein ortskundiger Mann hat an einem Sonntag im November 2011 am Wangserberg eine Gams mit samt ihrem Kitz erlegt. Er versteckte die Tiere in einer Höhle, weil er sich ertappt fühlte. Der Schütze war unbekannt, konnte nun aber überführt werden. Erst jetzt konnten in dem bis vor kurzem tiefverschneiten Gebiet die Spurensicherung abgeschlossen werden.

Nachdem der Frevler die Gams und ihr Kitz in der Nähe des Schwarzsees erlegt hatte, stieg er in Richtung Tal ab. Dort sichtete er einen Spaziergänger und fühlte sich berechtigterweise ertappt. Er kehrte um und versteckte seine erlegten Tiere in einer Höhle. In einer Suchaktion des Wildhüters und Angehörigen einer Jagdgesellschaft konnten die Tiere in der Höhle aufgefunden werden. Sie waren fachgerecht für den Transport vorbereitet. Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei St.Gallen wurde mit den Untersuchungen beauftragt. Der einbrechende Winter verzögerte eine umfangreiche Spuren- und Sachbeweissicherung. Nach der Schneeschmelze konnten die Ermittlungen wieder aufgenommen werden. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen, dem Wildhüter sowie der Jagdgesellschaft konnte der Frevler überführt werden. Der Verdächtige gab unter anderem aufgrund der DNA-Spuren seine Tat zu. Er beabsichtige die erlegten Wildtiere selber zu essen. Der Schütze wurde beim Untersuchungsamt Uznach zur Anzeige gebracht.

Quelle: kapoSG