Archiv für die Kategorie ‘Widerhandlung gegen Artenschutz’

Bild: vol.at

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Ein Schweizer Vogelhändler hat rund 150 Eier von geschützten Papageienarten im Wert von 65’000 Franken in alle Welt geschmuggelt. Der Mann flog am Flughafen Zürich auf, als er 25 Vogeleier in seiner Unterwäsche am Zoll vorbeischleusen wollte.

Der Mann wollte von Brasilien kommend, in die Schweiz einreisen. Bei der Zollkontrolle blieb er jedoch hängen. Denn die geschmuggelten Eier stammten von Papageienarten, die vom Aussterben bedroht und deshalb dem Washingtoner Artenschutzabkommen unterstellt sind, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann in den letzten Jahren über 150 Eier von geschützten Papageien und Fasanen nach Indonesien, Thailand und Mexiko schmuggelte. Die Herkunft dieser Eier ist unbestimmt.

Die sichergestellten Beweise zeigten, dass es sich beim Schmuggler um einen international bestens vernetzten Vogelhändler handelt. Sein Tierbestand umfasste mehrere hundert Vögel, darunter auch äusserst seltene und vom Aussterben bedrohte Arten. Bei einem Mittäter wurden zudem sieben seltene Papageien mit einem geschätzten Handelswert von 80’000 Franken entdeckt.

Wegen Widerhandlungen gegen Zoll- und Artenschutzbestimmungen müssen die beiden Männer mit hohen Bussen rechnen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Quelle: blick

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Grenzwächter haben in bei Zollkontrollen in Thayngen SH und Kreuzlingen TG Widerhandlungen gegen den Artenschutz aufgedeckt.

Bild: blick.ch

Die Grenzwache kontrolliert in Thayngen SH einen 35-jährigen Mann aus Italien. Dabei stossen die Beamten auf die beiden unter dem Fahrersitz versteckten Elfenbeinfiguren. Der Fahrer kann dafür weder eine Einfuhrbewilligung des Bundesamtes für Veterinärwesen vorlegen noch hat er ein Zertifikat des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES.

In Kreuzlingen ereignet sich ein ähnlicher Fall: Ein 30-jähriger Spanier will Moschusschildkröten einführen. Da sie unter das Artenschutzabkommen fallen, werden die Tiere sichergestellt. Auch der Spanier hat weder Einfuhrbewilligung noch CITES-Zertifikat. Gegen beide Männer wird ein Strafverfahren eingeleitet.

Das von 176 Staaten unterzeichnete Washingtoner Artenschutzabkommen CITES ist eine Handelskonvention, die die Erhaltung und eine nachhaltige Nutzung der weltweiten Tier- und Pflanzenpopulationen zum Ziel hat. Je nach Gefährdungsgrad sind die geschützten Arten in drei Schutzsstufen eingeteilt. Die Aus- und Einfuhr ist entweder verboten oder nur mit Bewilligung möglich.

Quelle: blick