Archiv für die Kategorie ‘Vorsätzliche Tötung’

Symbolbild: Rike  / pixelio.de

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Riste L.* (28), der Amok-Raser von Basel, muss in eine geschlossene Klinik. Das Strafgericht befand den Schizophrenen aber für nicht schuldfähig.

Für seine Todesfahrt in einem geraubten Auto in Basel wird Riste L.* (28)  in eine geschlossene Klinik eingewiesen. Das Strafgericht erkannte auf vorsätzliche Tötung, befand den Schizophrenen aber für nicht schuldfähig.

Der Mazedonier war im März 2012 in einem psychotischen Schub mit Gewalt aus einer geschlossenen Abteilung der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) ausgebrochen, hatte auf der Strasse mit Gewalt ein Auto geraubt und auf rasender Fahrt zur Mittleren Brücke acht Personen angefahren. Eine Frau starb, sieben Personen wurden teils schwer verletzt.

Im Prozess erinnerte sich der im Baselbiet Geborene kaum an jenen verhängnisvollen Tag. Von inneren Stimmen getrieben, habe er nur nach Mazedonien flüchten, aber niemanden töten wollen, sagte er aus. Das Gericht sah jedoch die Tatbestände vorsätzliche Tötung, mehrfache versuchte vorsätzliche Tötung, einfache Körperverletzung, Raub etcetera als erfüllt.

Beweislage ohne Zweifel

Die Darstellung des Verteidigers sei unglaubwürdig, der Mann habe die Autos nicht rauben wollen sondern nur Schutz gesucht, sagte der Gerichtspräsident. Dann sei der Mann im innerstädtischen Feierabendverkehr viel zu schnell gefahren, laut Zeugen mit bis zu 80 km/h.

Zeugenaussagen, Tramvideos, Tatortspuren und Arztzeugnisse dokumentieren den Tatablauf laut Präsident klar. Bewiesen sei auch, dass eine Velofahrerin an den Verletzungen durch die Kollision starb – ihre DNA war auf der Frontscheibe des Autos. Auch bei den beiden Schwerverletzten sei seine Urheberschaft belegt.

Im Widerspruch zum Verteidiger, der auf Fahrlässigkeit plädiert hatte, sei das Gericht zudem «überzeugt», dass der Mann «gezielt auf die Leute zugefahren» sei. Damit habe er zumindest im Sinne des Eventualvorsatzes den Tod Dritter in Kauf genommen.

Vorsätzliche Taten

Der Mann habe trotz geborstener Scheibe auch genug sehen können, dass er nicht all die Opfer hätte treffen müssen, sagte der Präsident weiter. Das Gericht sehe so einen «direkten Vorsatz»: Auch wenn er vielleicht nach Mazedonien habe flüchten wollen, habe er doch unterwegs alle «aus dem Weg räumen» wollen.

Das psychiatrische Gutachten attestiert dem paranoiden Schizophrenen Schuldunfähigkeit. Für das Gericht ist dieses klar und schlüssig. Auch Erinnerungslücken im Prozess seien wohl der Krankheit zuzuschreiben. Der Mann war schon in der UPK gesessen, weil er seinen eigenen Bruder im Wahn attackiert hatte.

Grosse Rückfallgefahr

Das auch von Staatsanwalt und Verteidiger unterstützte Gutachten warnt vor grosse Rückfallgefahr. Statt einer Strafe schlägt es als Massnahme die stationäre Behandlung in einer geschlossenen Einrichtung vor; im Visier ist die Zürcher Klinik Rheinau.

Das baselstädtische Strafgericht urteilte denn auch so: Für das Schutzbedürfnis der Öffentlichkeit sei eine explizit geschlossene Einrichtung angebracht. Für die genaue Zuweisung sind indes wegen deren ersten Urteils die Baselbieter Behörden zuständig. Ob und wann der Mann allenfalls frei kommt, sei in einigen Jahren neu zu begutachten.

Eine Opferanwalts-Forderung nach einer Genugtuungssumme von 8000 Franken wies das Gericht im Übrigen ab. Die Opfer seien durch Versicherungen respektive die Opferhilfe entschädigt worden.

Quelle: blick

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Die Staatsanwaltschaft hat beim Regionalgericht Bern-Mittelland gegen einen 27-jährigen Mann Anklage wegen versuchten Mordes, eventuell versuchter vorsätzlicher Tötung und Diebstahls erhoben. Ihm wird vorgeworfen, Mitte Juli 2012 auf einen Geschäftspartner geschossen zu haben. Er ist geständig.

Im Zusammenhang mit der Schussabgabe beim Bahnhof in Konolfingen von Mitte Juli 2012 hat die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland Ende August 2013 Anklage gegen den heute 27-jährigen Täter erhoben. Er wird sich wegen versuchten Mordes, eventuell versuchter vorsätzlicher Tötung und Diebstahls vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland (in Fünferbesetzung) verantworten müssen.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am Mittwoch, 18. Juli 2012, einen Bekannten unter falschen Vorwänden und Versprechen an sein Domizil in Konolfingen gelockt und nach dessen Flucht später am Bahnhof mit einer Faustfeuerwaffe auf ihn geschossen zu haben. Das Motiv dürfte im Zusammenhang mit finanziellen Problemen stehen.

Der Beschuldigte ist geständig, auf den Bekannten geschossen zu haben. Das Opfer wurde bei der Auseinandersetzung erheblich verletzt. Er wird zeitlebens auf den Rollstuhl angewiesen sein.

Quelle: kapoBE

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Das Zürcher Obergericht hat am Mittwoch die erstinstanzlich beschlossene Verwahrung für einen Gewalttäter bestätigt. Er hatte mehrere Frauen massiv verprügelt und eine davon getötet.

Ein sadistischer Gewalttäter, der zwei Frauen beinahe tötete und eine Geschädigte zu Tode prügelte, bleibt verwahrt. Das Zürcher Obergericht hat am Mittwoch die Strafe gegen den Tibeter bestätigt. Zudem hat es die erstinstanzliche Freiheitsstrafe um zwölf Monate auf 19 Jahre erhöht.

«Bremsen Sie nach 100 Metern, und halten Sie die Luft an, unterbrach der sichtlich aufgebrachte Tibeter den Gerichtsvorsitzenden Franz Bollinger während der Urteilseröffnung. Soeben hatte der 53-jährige Beschuldigte erfahren, dass er wegen vorsätzlicher Tötung, mehrfachen Tötungsversuchs und weiterer schwerer Delikte eine hohe Freiheitsstrafe von 19 Jahren kassiert. Zudem bleibt er verwahrt, da die Oberrichter aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens von einem hohen Rückfallrisiko ausgehen.

Menschliche Abgründe

«Es taten sich menschliche Abgründe auf, erklärte der Oberrichter Stefan Volken, der die Verbrechen des nur teilgeständigen Beschuldigten noch einmal zusammenfasste. Dieser hatte im Oktober 2004 eine damals 35-jährige Freundin so brutal verprügelt, dass sie an inneren Blutungen verstarb.

Im März 2006 hatte der Täter zudem eine 41-jährige Kollegin attackiert, indem er ihr ein Kopfkissen auf das Gesicht drückte und sie beinahe erstickte. Ende Juni 2007 war der eifersüchtige Alkoholiker auch bei einer dritten Freundin ausgerastet.

Er schlug sie so fest zusammen, dass sie auf einem Auge erblindete. Zudem verging er sich an ihr auch noch sexuell. Dies bezeichnete Volken als «äusserst schmerzhaft und erniedrigend».

Kritik an Kassationsgericht

Volken kritisierte das Kassationsgericht, das in einem früheren Entscheid die vorsätzliche Tötung noch verneint hatte. Die Begründung, wonach der Beschuldigte das Opfer schon früher verprügelt habe und dieses dabei auch nicht gestorben sei, sei lebensfremd und nicht nachvollziehbar.

Der Verteidiger hatte am Berufungsprozess versucht, die Befunde des zuständigen Gerichtspsychiaters Mario Gmür zu entkräften und ein neues Gutachten aufzugleisen. Mit dem Ziel, eine Therapie zu erreichen und eine Verwahrung zu verhindern. Allerdings ohne Erfolg.

Die Oberrichter machten dem unterlegenen Anwalt klar, dass der bisherige Gutachter einen schlüssigen Bericht erstellt habe. Demnach seien die Erfolgsaussichten für den psychisch gestörten Tibeter nur gering und unsicher. Gmür hatte auch festgehalten, dass bisher sämtliche Behandlungen der Alkoholsucht des Beschuldigten kläglich gescheitert seien.

Quelle: 20min

(Symbolbild) - Didi01  / pixelio.de

(Symbolbild) – Didi01 / pixelio.de

Der Mann, der Ende 2011 in Neirivue FR seinen Nachbarn durch eine Tür erschoss, muss zwölf Jahre ins Gefängnis. Das Strafgericht des Greyerzerbezirks in Bulle befand ihn am Mittwoch des vorsätzlichen Tötung für schuldig.

Der 48-jährige Schweizer hatte nach einem Streit mit einem Jagdgewehr auf die Tür seines 69-jährigen Nachbarn und Vermieters geschossen. Der Vermieter, der hinter der Tür stand, wurde tödlich verletzt. Der Angeklagte hatte am Dienstag erklärt, er bereue die Tat. Er entschuldigte sich bei der Familie des Opfers.

Der Verteidiger machte geltend, sein Mandant habe unter starken Rückenschmerzen gelitten, sei deshalb arbeitslos gewesen und habe viel getrunken. Vom Vermieter sei er bedrängt und gedemütigt worden.

Dass ihm der Vermieter auch noch das Modem habe wegnehmen wollen, sei eine Bosheit zu viel gewesen. Er habe ganz genau um die Internet-Sucht seines Mieters gewusst. Trotzdem habe er ohne Befugnis die Mietwohnung betreten und sich das Modem geschnappt.

Sein Mandant habe den Mann aber nicht töten wollen, betonte der Verteidiger. «Wenn man jemanden unbedingt töten will, dann schiesst man nicht auf eine Türe und man hält die Waffe nicht auf einer Höhe von einem Meter.»

Die Staatsanwaltschaft forderte 12 Jahre wegen vorsätzlicher Tötung und weiterer Delikte, unter anderem Verstössen gegen Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. Zudem muss der Verurteilte den drei Söhnen seines Opfers 120’000 Franken Schmerzensgeld bezahlen. Die Tat geschah vor den Augen des ältesten, damals 19-jährigen Sohns. Zwei Kinder aus einer früheren Ehe des Opfers erhalten 40’000 Franken.

Beim Verurteilten handelt es sich um einen Wiederholungstäter. Er war bereits 1995 zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt worden. Er hatte den damaligen Liebhaber seiner Frau mit Fusstritten traktiert und tödlich verletzt.

Quelle: blick

Physiotherapeut

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Ein 40-jähriger Physiotherapeut nimmt nach einem Wortgefecht seine Freundin in den Schwitzkasten und bricht ihr das Genick. Dafür wandert er nun 16 Jahre hinter Gitter.

Der heute 40-jährige Schweizer tschechischer Abstammung nahm das Urteil des Obergerichts regungslos entgegen. Er wurde wegen vorsätzlicher Tötung und strafbaren Schwangerschaftsabbruchs für schuldig befunden. Zudem wegen einer Vergewaltigung, die er im Frühjahr 2007 zulasten einer anderen Freundin verübt hatte. Das Gericht setzte eine hohe Freiheitsstrafe von 16 Jahren fest und erhöhe damit ein erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Zürich um ein volles Jahr. Die Staatsanwältin Bettina Groth hatte sogar 20 Jahre Freiheitsentzug gefordert.

Das Obergericht war den Darstellungen der Anklage umfassend gefolgt. Demnach hatte der Physiotherapeut am 26. August 2009 seine damals schwangeren Freundin in deren Wohnung in Zürich besucht und ihr eröffnet, dass er eine andere Frau liebe und die Beziehung auflösen wolle. Es folgte ein heftiger Streit, wobei der körperlich weit überlegene Mann die Oberhand gewann, seine Partnerin in den Schwitzkasten nahm und ihr das Genick brach. Nach der brutalen Tötung stellte der Täter eine Leiter neben die Leiche, um einen Unfall zu simulieren. Dann setzte er sich vom Tatort ab und stellte sich wenig später freiwillig der Polizei.

Wegen Unfall Freispruch verlangt

Vor Obergericht machte der Beschuldigte ein Versehen geltend. Auch der Verteidiger, der wegen eines tragischen Unfalls im Gerangel einen vollen Freispruch forderte. Die Geschädigte sei nämlich zu Boden gestürzt.

Allerdings ohne Erfolg. Die Oberrichter behafteten den Beschuldigten auf seine ersten Aussagen bei der Polizei. Damals hatte er noch zugegeben, seine Freundin in einen Schwitzkasten genommen und getötet zu haben. Dasselbe habe er auch seiner anderen Partnerin sowie einem Freund erzählt. Das Obergericht schloss die Unfallthese auch aufgrund eines ärztlichen Obduktionsgutachtens aus. So seien beim Opfer keine Aufprallverletzungen eines Sturzes am Gesicht festgestellt worden, erklärte der Vorsitzende.

Nach der Tat sei der Beschuldigte nicht in Panik geraten, sondern habe kontrolliert und raffiniert gehandelt. Eine allfällige Notwehrlage während des Streites habe der Täter weit überschritten. Seine Aussagen vor Gericht seien völlig unglaubhaft.

Verabscheuungswürdiges Verbrechen

Bei der Strafzumessung sprachen die Oberrichter von einem verabscheuungswürdigen Verbrechen. Er habe rohe, brutale Gewalt angewendet. Wegen des zusätzlichen Schwangerschaftsabbruchs sowie einer früheren Vergewaltigung einer anderen Frau setzten die Oberrichter eine hohe Freiheitstrafe von 16 Jahren fest. En Jahr mehr als das Bezirksgericht Zürich. Der Beschuldigte wurde verpflichtet, der Mutter des Opfers grundsätzlich Schadenersatz zu bezahlen. Zudem ein Schmerzensgeld von 60’000 Franken. Der Verurteilte hat bisher 1293 Tage der Strafe verbüsst.

Quelle: 20min

Weil sich seine Frau von ihm trennen wollte, rastete ein Marokkaner komplett aus. Mit einem 18 Zentimeter langen Küchenmesser ging er auf das Opfer los. Jetzt muss er für 10 Jahre ins Gefängnis.

(Symbolbild)

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Der Mann, der im April 2011 in Biel seine Ehefrau mit 29 Messerstichen getötet hat, ist zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Regionalgericht Berner Jura-Seeland sprach ihn am Donnerstag der vorsätzlichen Tötung schuldig.

Die Bluttat beging der Marokkaner in der Wohnung des Opfers, als er seiner Ehefrau sagen wollte, dass er nun eine Stelle gefunden und somit einen Verdienst habe. Als die von ihm getrennte Frau ihm aber eröffnete, sie wolle nichts mehr von ihm wissen, stach er ausser sich vor Wut zu. Die dreieinhalbjährige gemeinsame Tochter der beiden befand sich in der Wohnung und konnte die Schreie der Mutter hören.

246’000 Franken Schadenersatz

Das Strafmass liegt zwei Jahre unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Gerichtspräsident begründete dies mit der leicht verminderten Schuldfähigkeit des Täters. Die Verteidigung hatte vergeblich eine Freiheitsstrafe von nicht über vier Jahren beantragt. Es handle sich nicht um vorsätzliche Tötung, sondern um Totschlag im Affekt. Die Frau habe ihren Ehemann durch Drohungen, Beleidigungen und Erniedrigungen unter Druck gesetzt, bis er explodiert sei.

Der Mann muss der Tochter auch 35’000 Franken Genugtuung ausrichten sowie 246’000 Franken Schadenersatz für entgangenen Unterhalt aufgrund des Todes der Mutter. Das Gericht auferlegt dem Mann auch eine ambulante therapeutische Betreuung.

Quelle: 20min

Mord, nicht Selbstmord! Die Polizei ermittelt jetzt gegen Unbekannt im Fall der toten Stefanie Maritz (†83).

Bild: blick.ch

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Jetzt ist es offiziell: Stefanie Maritz (†83) hat sich in ihrer Blockwohnung in Olten SO nicht selber getötet. Die Polizei jagt eine unbekannte Täterschaft und ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung!

BLICK schrieb schon vor elf Tagen, dass die pensionierte UBS-Chefsekretärin mit einer Packschnur erdrosselt wurde. Und Gerichtspsychiater Josef Sachs sagte am Montag, dass ein Suizid mit einer Schnur «eher unwahrscheinlich» ist.

Gestern kam nun auch die Solothurner Staatsanwaltschaft zum Schluss, dass eine vorsätzliche Tötung vorliegen muss. Und eröffnete eine Strafuntersuchung gegen unbekannt.

«Es ist noch offen, ob der Tod der Frau möglicherweise auf eine strafbare Dritteinwirkung zurückzuführen ist», betont die stellvertretende Oberstaatsanwältin Sabine Husi trotzdem gegenüber der «Solothurner Zeitung».

Die Ermittlungen würden nach wie vor in alle Richtungen geführt.

Quelle: blick.ch

Lebenslänglicher Freiheitsentzug wegen mehrfachen Mordes und vorsätzlicher Tötung: So lautet das Urteil des Bezirksgerichts Horgen ZH gegen die 39-jährige Frau, die 1999 ihr Baby und 2007 ihre siebenjährigen Zwillinge getötet hat.

Bild: blick.ch

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Während des Strafvollzugs muss die Frau eine ambulante Massnahme absolvieren. Zudem kommen Genugtuungszahlungen und andere Verpflichtungen von insgesamt mehreren hunderttausend Franken auf sie zu.

Mit seinem Urteil folgte das Gericht den Anträgen des Staatsanwalts. Der Verteidiger hatte für alle drei Taten auf vorsätzliche Tötung plädiert und eine stationäre Massnahmen gefordert. Diese dauert mindestens fünf Jahre, kann aber immer wieder verlängert werden, so lange noch Rückfallgefahr besteht.

Bei der lebenslänglichen Freiheitsstrafe kann eine bedingte Entlassung frühestens nach 15 Jahren beantragt werden. Auch hier ist die Rückfallgefahr massgeblich. Fünf Jahre hat die Frau bereits abgesessen.

Das Gericht gab sich allerdings ungewöhnlich grosse Mühe, nicht nur dem Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft und den rechtlichen Ansprüchen auf Verhältnismässigkeit Rechnung zu tragen, sondern auch die Therapiebedürftigkeit der Beschuldigten zu berücksichtigen. Und es fand die Balance.

Zwar ordnete es «nur» eine ambulante Therapie an. Dies bedeutet eine Stunde Therapie pro Woche und ist weit entfernt von der intensiven Therapierung der stationären Massnahme. Es setzte sich jedoch dafür ein, dass die Frau in die kürzlich eröffnete Therapiestation der Frauenstrafanstalt Hindelbank eintreten und dort bleiben darf, solange es Platz hat.

Damit erhält sie zumindest vorderhand die nötige intensive Therapie. Und wenn sie «in zwei Jahren oder später» ihren Platz räumen müsse, könne man die Erfolgsaussichten der Therapie besser einschätzen, so der Gerichtspräsident. Das Gericht habe dann die Möglichkeit, gegebenenfalls nachträglich eine stationäre Massnahme anzuordnen.

Damit erhalte die Frau «den Schlüssel für den Aufbau eines neuen Lebens» in die Hand. Er wünsche ihr, dass es ihr gelinge, ihre Persönlichkeit in den Griff zu bekommen, sagte der Gerichtspräsident.

In seiner mündlichen Urteilsbegründung sprach er von sehr schwerem Verschulden der heute 39-Jährigen. Sie habe ihre Vertrauensstellung als Mutter missbraucht und die wehrlosen Zwillinge grausam und heimtückisch im Schlaf getötet. Damit habe sie sich klar des Mordes schuldig gemacht.

Die Tat von 1999 stufte das Gericht dagegen als vorsätzliche Tötung ein. Die besondere Skrupellosigkeit, die den Mord kennzeichnet, sei hier nicht gegeben.

Hintergrund der Taten waren laut Gerichtspräsident die schweren Persönlichkeitsstörungen der Beschuldigten, deren zwanghafte Züge und vor allem die Tatsache, dass sie Wirklichkeit und Lüge nicht voneinander abgrenzen könne. So könne sie sich ohne Hemmungen für absurde Wege als vermeintliche Lösungen entscheiden.

In den Monaten vor den Morden hatte die Beschuldigte immer grössere Probleme: eine angeschlagene Gesundheit, dadurch Kontrollverlust und das Unvermögen, ihrem Anspruch an Perfektion zu genügen. In ihrer Gier nach Aufmerksamkeit stürzte sie sich in zwei Affären und obendrein war sie extrem eifersüchtig auf ihre Kinder, denen es so viel besser ging als ihr früher.

«Der Dampfkochtopf in Ihrem Leben kam immer mehr zum Sieden», drückte es der Gerichtspräsident aus. In dieser Situation sei ihr die Idee gekommen, die Beseitigung der Kinder würde ihre Probleme verringern.

Staatsanwalt Markus Oertle zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur sda zufrieden. Verteidiger Thomas Fingerhuth sprach von einem «harten Urteil», vor allem weil der Platz in der Therapieabteilung nur vorübergehend sei. Er will sich noch mit seiner Mandantin besprechen. Der Entscheid über einen allfälligen Weiterzug muss innert zehn Tagen getroffen werden.

Quelle: blick.ch

Der Wirt, der im März 2011 im freiburgischen Riaz den jungen Liebhaber seiner Frau mit acht Schüssen aus kürzester Distanz niederstreckt hatte, ist zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

(Symbolbild)

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Das Strafgericht des Greyerzbezirks in Bulle sprach den Schweizer der vorsätzlichen Tötung schuldig.

Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert und eine Strafe von höchstens sechs Jahren gefordert. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Haftstrafe von zwölf Jahren.

Das Gericht anerkannte, dass der Angeklagte aus einer starken Gefühlsregung heraus gehandelt hatte, sah diese aber nicht als entschuldbar an, wie Gerichtspräsident Philippe Vallet erklärte. Die Richter stuften die Tat deshalb nicht als Totschlag ein.

Anwalt: «Korrektes Urteil»

Der Anwalt des Wirts zeigte sich mit dem Urteil dennoch zufrieden und bezeichnete es als «korrekt». Er schloss allerdings nicht aus, den Fall nach der Analyse des schriftlichen Urteils weiterzuziehen. Staatsanwalt Philippe Barboni wollte sich zunächst nicht zum Schuldspruch äussern.

Bei seinen Ausführungen hatte Barboni die Möglichkeit ausgeschlossen, die Tötung sei im Affekt erfolgt. Dies hätte eine Reduzierung der Strafe für den Angeklagten zur Folge gehabt.

Laut Barboni war der verhängnisvolle Abend sicherlich wenig erfreulich für den Beschuldigten. Deshalb habe der 55-Jährige aus Wut, Unverständnis und Frust gehandelt. Für den Staatsanwalt ist aber ausgeschlossen, dass die Tat aus einer entschuldbaren Verwirrung geschah.

Zudem habe der Angeklagte einen Monat vor der Tat von dem Verhältnis seiner Frau mit dem jungen Koch erfahren. Der Angeklagte wollte laut Staatsanwalt also einen Rivalen beseitigen. Der Wirt aus Bulle erschoss den Koch in dessen Auto vor den Augen seiner Frau, die ebenfalls im Auto sass.

Erklärungen gesucht

Der Angeklagte hatte am Donnerstag vor Gericht nach Erklärungen gesucht. Einen einzigen Auslöser für die Tötung des 23-Jährigen, der in seinem Betrieb als Koch arbeitete, habe es nicht gegeben.

Nach der Tat hatte sich der Verdächtige ins Wallis abgesetzt. Die Polizei errichtete damals Strassensperren und fahndete in der Region Visp und im Saastal nach dem Mann. Ins Netz ging er der Polizei fünf Tage später, als er mit dem Auto von Visp nach Stalden im Oberwallis fuhr. Seither befindet er sich in Haft.

Quelle: blick.ch

Im Prozess um den erstochenen Türsteher von Grenchen ist heute das Urteil gefallen: Behar S. muss 16 Jahre und drei Monate hinter Gitter. Dann wird er verwahrt.

Bild: blick.ch

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Das Gericht hat entschieden: Der 23-jährige Behar S.* aus Grenchen SO wird wegen vorsätzlicher Tötung zu 16 Jahren und drei Monaten Gefängnis mit anschliessender Verwahrung verurteilt.

Der Täter weise eine hohe kriminelle Energie und Skrupellosigkeit auf, sagte Amtsgerichtspräsident Rolf von Felten bei der heutigen Urteilseröffnung. Es sei davon auszugehen, dass der Mann mit direktem Tötungsvorsatz gehandelt habe.

Das Amtsgericht Solothurn Lebern befand den Kosovaren auch des bandenmässigen Diebstahls, mehrfachen Hausfriedensbruchs, der Hehlerei und der mehrfachen Körperverletzung schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Behar S., der sich im Internet «Bolonese-Toni» nennt, griff am 3. April 2011 im Grencher Luxory-Club den deutschen Sicherheitsmann Marcel A.* (†22) an und tötete ihn mit sieben Messerstichen. Durch die Stichwunden an Bauch, Brustkorb und Lende verstarb er durch inneres Verbluten.

«Ich bin einfach emotional»

Beim Prozess letzte Woche hatte Behar S. versucht, seine Tat zu rechtfertigen: «Die Drogen sind Schuld!» Ein Gerichtsgutachten, das ihm eine Persönlichkeitsstörung attestierte, könne man wegschmeissen, schimpfte er. «Ich bin einfach emotional.»

Staatsanwalt Toni Blaser hatte vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern 16 Jahre Knast und die Anordnung einer Verwahrung gefordert. Grund: Behar S. sei eine Gefahr für die Gesellschaft. Diese Forderung hat er nun erreicht.

«Bolonese-Tonis» Verteidiger hatte auf eine Freiheitsstrafe von maximal acht Jahren plädiert. Die Strafe solle aber zugunsten einer Massnahme für junge Erwachsene aufgeschoben werden.

Nur vier Tage nach dem Tötungsdelikt war der Messerstecher an seinem Wohnort Grenchen festgenommen worden. Der Angeklagte sitzt seit Juni 2011 im vorzeitigen Strafvollzug.

Quelle: blick.ch

Nun hat auch das Bundesgericht gegen den Amok-Fahrer vom 1. Mai 2008 in Zürich entschieden. Der Mann muss für sieben Jahre hinter Gitter.

Symbolbild: Rike  / pixelio.de

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Der Autofahrer, der am 1. Mai 2008 in Zürich mit seinem Wagen in eine Menschenmenge gefahren ist, muss definitiv für sieben Jahre ins Gefängnis. Das Bundesgericht hat sowohl seine Beschwerde als auch diejenige der Oberstaatsanwaltschaft abgewiesen.

Der Autofahrer hatte am 1. Mai 2008 die unbewilligte Nachdemonstration im Zürcher Stadtkreis 4 beobachtet. Er beschloss, seinen in der Nähe parkierten Wagen wegzufahren. Bei der Kreuzung Dienerstrasse/Langstrasse fuhr er in eine dicht gedrängte Menschenmenge und beschleunigte kontinuierlich.

78 Meter mitgeschleift

Dabei erfasste er mindestens drei Personen, wobei ein 17-Jähriger unter das Auto geriet, 78 Meter mitgeschleift und dabei schwer verletzt wurde. Das Zürcher Geschworenengericht sprach den Autolenker im Juni 2010 der mehrfachen versuchten vorsätzlichen Tötung und der mehrfachen Gefährdung des Lebens schuldig.

Es verhängte dafür eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Nach dem Zürcher Kassationsgericht hat nun auch das Bundesgericht das Urteil bestätigt. Die Richter in Lausanne haben dabei sowohl die Beschwerde des Verurteilten als auch diejenige der Oberstaatsanwaltschaft abgewiesen.

Der Betroffene hatte für sich eine Verurteilung bloss wegen fahrlässiger Körperverletzung und wegen Verkehrsdelikten verlangt, wofür eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 27 Monaten auszusprechen sei. Laut Bundesgericht ist das Verdikt des Geschworenengerichts jedoch nicht zu beanstanden.

Tötung in Kauf genommen

Insbesondere sei es zu Recht davon ausgegangen, dass der Verurteilte den Tod von Personen in Kauf genommen habe. Eine kontinuierlich beschleunigte Fahrt durch eine dicht gedrängte Menschenmenge berge für eine unbestimmte Zahl von Personen die Gefahr von schweren, allenfalls tödlichen Verletzungen.

Diese Möglichkeit habe sich dem Betroffenen als geradezu wahrscheinliche Folge seines Handelns aufdrängen müssen. Dennoch habe er es darauf ankommen lassen. Dass letztlich niemand gestorben sei, sei lediglich dem Zufall zu verdanken. Korrekt ist laut Bundesgericht auch das Strafmass ausgefallen.

Dass der Verurteilte im Verlauf seiner Fahrt in eine Angstsituation geraten sei, habe sich zu seinen Gunsten mit mehreren Jahren auf das Strafmass niedergeschlagen. Entgegen der Ansicht der Staatsanwaltschaft sei das Urteil auch nicht unzulässig milde.

Quelle: 20min

Nach dem Tod eines 32-jährigen Mannes in Schwarzenburg vom Dezember 2010 hat die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland Anklage erhoben. Ein 49-jähriger Schweizer wird sich wegen vorsätzlicher Tötung, eventuell Totschlag sowie wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.

(Symbolbild) – Stefan Schiegl : pixelio.de

Die Tat hatte sich am 21. Dezember 2010 ereignet: Das spätere Opfer hatte zusammen mit zwei Kollegen versucht, auf einem Bauernhof bei Schwarzenburg Hanf zu stehlen. Dabei wurden sie vom Besitzer überrascht. Wie die Untersuchungen ergaben, gab dieser schliesslich aus einer Distanz von zirka 25 Metern einen gezielten Schuss auf eine flüchtende Person ab. Diese – ein 32-jähriger Mann – erlitt eine tödliche Schussverletzung. Der Bauer wird sich nun wegen vorsätzlicher Tötung, eventuell Totschlags vor Gericht verantworten müssen.

Zudem wurde wegen mehrfachen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz Anklage erhoben. Dies im Wesentlichen, weil er in seinem Garten und auf seinem Balkon Hanfpflanzen anbaute, verarbeitete und die Blüten an Dritte abgab. Hinsichtlich des vom Bauern betriebenen Hanffeldes erfolgte keine Anklage. Dieser Hanf wäre zwar auf Grund des THC-Gehalts von ca. 5,4 % für Drogenzwecke geeignet gewesen, da er aber einen gültigen Abnahmevertrag dafür besass, war der Anbau gemäss damals geltendem Recht nicht strafbar.

Der Mann wird sich vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland verantworten müssen.

Quelle: kapoBE