Archiv für die Kategorie ‘Unterlassung der Hilfeleistung’

(Symbolbild) - Kurt Michel  / pixelio.de

(Symbolbild) – Kurt Michel / pixelio.de

In einer Wohnung in Brissago TI lag am 3. Oktober eine verkohlte Leiche. Wurde das Feuer gelegt, um die Spuren einer Bluttat zu beseitigen? Zwei Verdächtige sitzen hinter Gittern.

Nach dem Tod eines 30-jährigen Mannes am 3. Oktober in Brissago TI erhärtet sich der Verdacht, dass es sich um ein Tötungsdelikt im Drogenmilieu handelt. Gegen eine Frau und einen Mann werde unter anderem wegen des Verdachts auf Mord, Brandstiftung und unterlassene Hilfeleistung ermittelt, informierte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage.

Die Strafbehörde bestätigte damit verschiedene Medienmeldungen. Das Motiv sei aber noch nicht bekannt, sagte ein Sprecher. Die beiden Verdächtigen, seit über zehn Jahren als Drogenabhängige der Polizei bekannt, würden laufend ihre Version wechseln. Die Ermittler hätten sich noch kein klares Bild machen können.

Tödlicher Streit nach Saufgelage?

Bekannt sei bisher nur, dass sowohl die mutmasslichen Täter als auch das spätere Opfer sehr viel Alkohol getrunken hätten. Auch Kokain-Konsum werde nicht ausgeschlossen. Gemeinsam hätten sie sich zum Tatzeitpunkt in der Wohnung des 30-Jährigen aufgehalten, wo es offenbar zum tödlichen Streit kam. Ob das Feuer später absichtlich gelegt wurde, werde noch untersucht.

Opfer ist Sohn eines irischen Musikers

Bei dem Opfer handle es sich laut Staatsanwaltschaft um den Sohn des verstorbenen irischen Folkmusikers Paul MCNeill. Der Nachlass des Vaters habe als Lebensunterhalt gedient. Der 30-Jährige soll Alkoholprobleme gehabt haben.

Quelle: 20min

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(Symbolbild)

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Eine Streife wird gestern Abend nach Arogno TI gerufen. Die Beamten finden dort eine schwer verletzte Person auf. Krass: Sie wurde offenbar von zwei Polizisten so zugerichtet.

Kurz nach 23 Uhr geht gestern bei der Tessiner Polizei der Alarm ein: In Arogno liege eine verletzte Person. Eine Streife rückt aus und kümmert sich um den «Ausländer mit ausländischem Wohnsitz», wie aus einem Communiqué von Polizei und Staatsanwaltschaft hervorgeht.

Der 37-jährige Verletzte ist ansprechbar und berichtet, er sei von zwei Polizisten misshandelt und liegengelassen worden.

Die Beamten können die Prügel-Kollegen sofort ausfindig machen. Es handelt sich um zwei Stadtpolizisten von Lugano im Alter von 29 und 30 Jahren.

Staatsanwalt Amos Pagnamenta eröffnet eine Untersuchung. Die verdächtigten Polizisten müssen sich wegen schwerer Körperverletzung, Tätlichkeiten, Unterlassung der Hilfeleistung, Amtsmissbrauchs und Entführung verantworten.

Quelle: blick