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Bild: 20min

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Im Januar 2012 posierte sie neben einer Toten und stellte die Bilder auf Facebook. Jetzt wurde gegen die St. Galler Pflegerin wegen Störung des Totenfriedens ein Strafverfahren eröffnet.

Der Fall der St. Galler «Teufelspflegerin» sorgt für heftige Diskussionen. Nachdem die bekennende Satanistin Blaze B.* ein Bild von sich mit einer Toten auf Facebook gepostet hat, schaltet sich nun die Gemeinde ein. «Wir haben bei der Polizei Anzeige erstattet», sagt Vreni Wild, Gemeindepräsidentin von Mogelsberg, gegenüber 20 Minuten Online. Wild zeigt sich empört über den Vorfall. Sie habe vor wenigen Tagen davon erfahren und umgehend die Angehörigen informiert.

Das Bild mit der 92-jährigen Frau entstand am 11. Januar 2012 im Altersheim Mogelsberg. Das Heim musste im letzten Sommer aus finanziellen Gründen geschlossen werden. Doch Gemeindepräsidentin Wild will den Fall trotzdem ganz genau abgeklärt haben. «Wir wollen wissen, ob es weitere Beteiligte gibt und wer die Fotos geschossen hat», sagt Wild. Das sei nun aber Aufgabe der Polizei, das Verfahren laufe.

«Ich verstehe nicht, dass sich die Menschen aufregen»

Die Staatsanwaltschaft St. Gallen bestätigt gegenüber 20 Minuten Online, dass ein Strafverfahren wegen Störung des Totenfriedens eröffnet wurde.

Die Angehörigen der 92-jährigen verstorbenen Frau, die auf dem Bild zu sehen ist, sind schockiert und verletzt. «Ich war dabei, als mein Grosi letztes Jahr starb. Das ist so respektlos», sagte ihre Enkelin gegenüber dem «Blick». Blaze B., die sich im Internet Satania Blaze nennt, versucht die Bilder als harmlos darzustellen: Sie habe sie nur einer philippinischen Freundin zeigen wollen, mit der sie über den Tod gesprochen habe. «Ich verstehe nicht, dass sich die Menschen aufregen, das sind doch schöne Bilder», so die «Teufelspflegerin».

Doch die Kommentare, die Satania Blaze unter das Bild mit der Toten geschrieben hat, sprechen eine andere Sprache. Der Philippinin, die seit rund zwei Jahren mit einem Schweizer verheiratet ist, droht nun ein Gerichtsverfahren.

Quelle: 20min

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