Archiv für die Kategorie ‘Rip-Deal’

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Die Kantonspolizei Zürich hat einer international agierenden Betrügerbande das Handwerk gelegt und über 500’000 Euro Falschgeld und 21’000 echte Euro sichergestellt.

Die Bande täuschte einem Schweizer Immobilienhändler vor, eine in der Zeitung inserierte Wohnung abkaufen zu wollen. Dazu luden sie ihn im März nach Como (I) zu einem Treffen mit dem Kaufinteressenten ein. Bei diesem Treffen wurde dem Verkäufer zudem ein Devisengeschäft vorgeschlagen und ihm 200’000 Euro im Tausch gegen 240’000 Franken angeboten. Er hätte nach Abwicklung der Transaktion eine Provision von 10’000 Euro erhalten sollen. Dieses Angebot wurde folglich Anfang April per Mail wiederholt und überdies vereinbart, zugleich 300’000 Euro als Anzahlung für die zum Verkauf stehende Wohnung zu übergeben.

Zur perfekten Umsetzung des Betruges spielte u.a. ein speziell präpariertes Möbel eine entscheidende Rolle. Dieses Möbel wurde von den Tätern einen Tag vor dem Betrug in das bereits gemietete Sitzungszimmer des Hotels gebracht.

Zur Übergabe der 240‘000 Franken kam es jedoch nicht, vielmehr führten die Ermittlungen der eingeschalteten Polizei zur Festnahme von 4 Männern aus Serbien, Frankreich, Österreich und Deutschland im Alter zwischen 22 und 44 Jahren. Zwei der Verhafteten zeigten sich geständig, beabsichtigt zu haben, den Immobilienhändler um 240‘000 Franken zu betrügen.

Das geschilderte Vorgehen ist in der Schweiz seit Ende der 1990er Jahre unter dem Phänomen Rip-Deal oder Geldwechselbetrug bekannt. Die potentiellen Opfer sind oft Verkäufer von Immobilien oder Antiquitäten aber auch Uhren- und Schmuckhändler, welche von den Tätern aufgrund von Inseraten kontaktiert werden. Weitere Informationen zum Phänomen sind der Warnung des Bundesamts für Polizei www.fedpol.admin.ch zu entnehmen.

Quelle: kapoZH

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In kurzer Zeit sind bei der Kantonspolizei Schwyz vier Meldungen eingegangen, wonach Bürger, die Immobilien zum Verkauf angeboten haben, von so genannten RIP DEAL Betrügern angegangen wurden. In einem Fall ist es zu einer Vermögensübergabe in Mailand gekommen, wobei ein Schaden von mehreren zehntausend Franken entstanden ist.

Beim Rip-Deal handelt es sich um ein betrügerisches Devisentauschgeschäft. Den Opfern wird ein hoher Gewinn in Aussicht gestellt. Anstelle eines Gewinns werden sie aber bei der Geldübergabe auf unterschiedliche Art um ihr Geld betrogen.

Im Kanton Schwyz wurden in den vergangenen Wochen vier Fälle gemeldet, in denen Personen, welche Immobilien im Internet zum Verkauf angeboten haben, von Rip-Deal- Betrügern telefonisch kontaktiert wurden. Dabei wurde ein nachvollziehbares Interesse am Kauf der Liegenschaft bekundet. Nach mehreren Kontakten wurde eine Anzahlung verbunden mit einem Geldwechselgeschäft mit einem extrem guten Wechselkurs unterbreitet. Diese Besonderheit wird wiederum so plausibel dargestellt, dass immer wieder Personen darauf hereinfallen. Bei der Geldübergabe, die in der Regel im benachbarten Ausland stattfindet, wird dem Opfer unter wenigen echten Banknoten Falschgeld untergejubelt. In einem der Kantonspolizei Schwyz gemeldeten Fall erbeuteten die Täter so mehrere Zehntausend Franken.

So kann man sich schützen:

Bei Kaufinteressenten aus dem Ausland vorsichtig sein, sich nicht auf Tauschgeschäfte einlassen und nicht dazu mit Bargeld oder anderen Vermögenswerten ins Ausland reisen. Vorsicht ist geboten, wenn Unbekannte ein Geschäft mit ungewöhnlich hohem Gewinn vorschlagen und sich nur zweitrangig für das Grundstück oder dessen Preis interessieren. Melden Sie sich umgehend bei der Polizei, wenn Sie den Verdacht hegen, Hinweise auf betrügerische Machenschaften oder Geldwäsche zu haben.

Quelle: kapoSZ