Archiv für die Kategorie ‘Pornographie’

(Symbolbild)

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Ein Baselbieter (26) brachte minderjährige Mädchen dazu, ihm Nacktbilder aufs Handy zu schicken und bezahlte sie für Sex. Jetzt wurde er zu 18 Monaten bedingt verurteilt.

Auf «Festzeit.ch» werden normalerweise Partyfotos geteilt. Ein junger Türke hatte jedoch ganz andere Bilder im Kopf, als er auf der Plattform wahllos junge Frauen anschrieb: Er wollte sie für Sex gegen Geld treffen oder dass sie für ihn sexuelle Handlungen vor der Webcam vornehmen.

Im Februar 2010 kam er dabei mit einer 13-Jährigen in Kontakt, wie die «Basler Zeitung» schreibt. Er brachte sie soweit, dass sie vor der Webcam ihre Brüste entblösst. Damit hatte er ein Druckmittel: Er drohte, die Bilder ins Internet zu stellen, wenn sie sich nicht ganz ausziehe. Sie gehorchte.

Ein weiteres Mädchen, das offenbar Schulden bei seiner Mutter hatte, bezahlte er für Nacktbilder. Die 14-Jährige schickte sie ihm per Handy. Teilweise posierte sie nackt zusammen mit einer Kollegin (15). Der heute 26-Jährige lud ihnen im Gegenzug Geld auf ihre Handys.

«Er wollte einfach Sex»

Alle drei Mädchen traf der Mann in Liestal auch persönlich und wollte Sex von ihnen. Während die 13-Jährige ablehnte, schliefen die anderen beiden Minderjährigen mit ihm – für 100 Franken. Zwei weitere Teenager (14 und 15) wollte der Angeklagte ebenfalls zum Sex treffen. Sie erschienen aber nicht.

Am Donnerstag stand der Angeklagte vor Gericht. Er behauptete, er habe geglaubt, die Mädchen seien alle mindestens 16 Jahre alt. Das Strafgericht glaubte ihm nicht. «Dem Beschuldigten ist es ziemlich egal gewesen, wie alt die Mädchen waren. Er wollte einfach Sex gegen Geld», sagte Gerichtspräsidentin Irène Läuchli laut dem Zeitungsbericht.

Das Gericht verurteilte den Mann wegen mehrfacher teilweise versuchter sexueller Handlungen mit Kindern, Nötigung, Pornografie und weiterer Vergehen zu einer Freiheits­strafe von 18 Monaten bedingt.

Quelle: 20min

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(Symboltext) - Thorben Wengert  / pixelio.de

(Symboltext) – Thorben Wengert / pixelio.de

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 57-jährigen Mann Anklage erhoben, der während 29 Jahren in verschiedenen Heimen und Behinderteninstitutionen an insgesamt 124 Kindern und Pflegebefohlenen sexuelle Handlungen begangen haben soll. Bedingt durch die Verjährungsfrist können 33 Fälle strafrechtlich verfolgt werden. Der Beschuldigte befindet sich seit dem 27. September 2011 im vorzeitigen Massnahmevollzug.

Rund zwei Jahre nach der Festnahme eines heute 57-jährigen Mannes, der während 29 Jahren an 124 Kindern oder Pflegebefohlenen sexuelle Handlungen begangen haben soll, sind die von der Kantonspolizei Bern im Auftrag der regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland durchgeführten Untersuchungen abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft erhob beim Regionalgericht Bern-Mittelland Anklage gegen den Beschuldigten. Er wird sich wegen Schändung, sexuellen Handlungen mit Kindern, Abhängigen und Anstaltspfleglingen, Pornografie sowie Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte vor Gericht verantworten müssen.

Der Beschuldigte hat bis heute den mehrfachen sexuellen Missbrauch von 114 Opfern gestanden. In zehn weiteren Fällen sei es beim Versuch geblieben. Da der grösste Teil der Fälle zum Zeitpunkt der Festnahme bereits verjährt war, können gemäss geltender Gesetzgebung noch 33 Fälle strafrechtlich verfolgt werden. Bei den Opfern in den zur Anklage gelangenden Fällen handelt es sich mehrheitlich um geistig und körperlich, teils schwerstbehinderte, Kinder, junge Männer und Frauen. Das jüngste Opfer in einem der zur Anklage gelangenden Fälle war zur Tatzeit drei Jahre alt.

Das Verfahren gegen den 57-jährigen Sozialtherapeuten war Ende März 2010 im Kanton Aargau ausgelöst worden, nachdem zwei männliche Bewohner eines Behindertenheims ihren Eltern von sexuellen Kontakten mit ihrem Betreuer erzählt hatten. Die Eltern wandten sich an die Heimleitung, welche daraufhin die Polizei informierte. Erste Ermittlungen erhärteten den Verdacht gegen den Mann. Er wurde von der Kantonspolizei Bern anfangs April 2010 im Berner Oberland festgenommen.

Der Beschuldigte machte im Verlauf der Einvernahmen Angaben über weitere ähnliche Übergriffe, die er insbesondere als Betreuer mehrheitlich in verschiedenen bernischen Heimen begangen hatte. Aufgrund dessen wurde das Verfahren durch die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland übernommen.

Quelle: kapoBE

Im Berner Oberland ist ein 47-jähriger Mann wegen mehrfacher sexueller Nötigung, sexueller Handlungen mit Kindern, Erpressung und Pornographie angeklagt worden. Es ist von 44 Opfern auszugehen. Es handelt sich dabei um männliche Jugendliche, welche meist zwischen 15 bis 17 Jahre alt waren. Der Fall zeigt die möglichen Gefahren im Internet auf. Die Polizei gibt Tipps.

(Symbolbild)

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Die Ermittlungen im konkreten Fall waren im August 2011 eingeleitet worden: Eine unbekannte Person meldete sich bei der Kantonspolizei Bern und erklärte, dass sie gleichentags um 1800 Uhr ein Treffen mit einem „möglicherweise pädophilen Mann“ bei einem Schulhaus im Berner Oberland habe. Die ausgerückten Patrouillen konnten vor Ort einen verdächtigen Mann feststellen, das mutmassliche Opfer war aber nicht zugegen. Der anonyme Informant musste hierauf ausfindig gemacht und befragt werden. Im gleichen Zeitraum ging bei der Polizei eine weitere Meldung ein, welche auf den gleichen Täter schliessen liess. Kurz darauf wurde der Beschuldigte angehalten und in Untersuchungshaft versetzt. Durch das Auswerten der beschlagnahmten Daten konnten durch umfangreiche Ermittlungen zahlreiche weitere Opfer ausfindig gemacht werden.

Seit 2009 aktiv

Es stellte sich heraus, dass sich der Mann seit 2009 in einem sozialen Netzwerk als junges Mädchen ausgegeben und so Beziehungen zu Knaben gesucht hat. Daraufhin wurde der Kontakt in Chats weitergeführt und er versandte pornografisches Bild- und Videomaterial des vermeintlichen Mädchens, welche er sich im Internet beschafft haben dürfte. So gelang es ihm, die Opfer zu sexuellen Handlungen vor der Kamera zu bringen, welche er wiederum festhielt. Einige der Jungen wurden daraufhin zu weiteren sexuellen Handlungen genötigt. Er drohte in zahlreichen Fällen, die gemachten Bilder der Schule, Lehrstelle oder auch den Eltern zukommen zu lassen.

Bis heute konnten durch die Polizei insgesamt 44 Opfer ausfindig gemacht werden. Es handelt sich dabei um männliche Jugendliche, welche zur Tatzeit meist zwischen 15 bis 17 Jahre alt waren. Viele der Opfer bekundeten bei der Einvernahme grosse Mühe, über das Geschehene zu sprechen.

Der Beschuldigte gab an, dass er nie Bilder der Opfer an Dritte weitergegeben habe. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass er in einem anderen Netzwerk bereits ein weiteres Profil unter einem Pseudonym aufgesetzt hatte. Der Mann, welcher einschlägig vorbestraft ist, befindet sich im vorzeitigen Massnahmeantritt. Er war nicht in einer pädagogischen Funktion tätig.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Oberland hat im Dezember 2012 beim Regionalgericht Oberland Anklage gegen den heute 47-jährigen, teilweise geständigen Mann erhoben. Er wird sich wegen sexueller Nötigung (teilweise versucht) in 21 Fällen, wegen sexueller Handlungen mit Kindern (teilweise versucht) in 28 Fällen, in einem Fall wegen Erpressung und in fünf Fällen wegen Nötigung (teilweise versucht) sowie wegen Pornographie in 37 Fällen vor Gericht verantworten müssen.

Gefahren im Internet

Der Fall zeigt exemplarisch, mit welchen Gefahren die Internetnutzung gerade durch Kinder und Jugendliche verbunden sein kann. Der Umfang und die Dauer der deliktischen Tätigkeiten des Beschuldigten sind aussergewöhnlich. Andererseits zeigt sich, dass die Dunkelziffer gross sein dürfte. Immerhin wandte der Mann diese Vorgehensweise rund zwei Jahre lang an, bis ein Jugendlicher sich bei der Polizei meldete. Den Jugendlichen war es sehr wichtig, nicht durch ein allfälliges Publik werden ihrer Erlebnisse ein zweites Mal zum Opfer zu werden.

Regionale Staatsanwaltschaft Oberland

Hinweis

Die Kantonspolizei Bern rät:

  • Schutz der Privatsphäre: Keine persönlichen oder gar intimen Angaben, Fotos und Filme im Internet.
  • Grösste Vorsicht bei Kontakten mit Unbekannten oder vermeintlich Bekannten. Es ist leicht, Identitäten vorzutäuschen.
  • Wenn etwas passiert ist, Meldung an die Polizei: Dem Schutz der betroffenen kommt im Strafverfahren grosse Bedeutung zu. Nur so können weitere Personen geschützt und Straftaten verhindert werden.

Zahlreiche Websites geben weitere Tipps, welche sich direkt an die Eltern oder auch an die Jugendlichen direkt wenden. Entsprechende Unterlagen finden sich unter:

Quelle: kapoBE