Archiv für die Kategorie ‘Menschenhandel’

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Ein 42-jähriger Roma-Boss, der am Zürcher Strassenstrich vier junge Frauen zur Prostitution gezwungen hat, muss siebeneinhalb Jahre in den Knast. Das Obergericht hat das Urteil der Vorinstanz bestätigt.

Das Zürcher Obergericht hat am Dienstag einen 42-jährigen Roma-Boss zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Er hatte vier junge Frauen gekauft und in Zürich brutal in die Prostitution gezwungen. Sein 25-jähriger Sohn erhielt dreieinhalb Jahre Freiheitsentzug.

Das Obergericht bestätigte damit die Urteile der Vorinstanz. Das Bezirksgericht Zürich hatte den Clan-Chef im Sommer 2012 unter anderem wegen Menschenhandels und sexueller Nötigung, den Sohn wegen Förderung der Prostitution schuldig gesprochen.

Das Obergericht verpflichtete den Hauptbeschuldigten, vom unrechtmässig erzielten Vermögensvorteil dem Kanton Zürich 88’000 Franken abzuliefern. Zudem muss er zwei geschädigten Frauen Schmerzensgeld von 20’000 beziehungsweise 10’000 Franken bezahlen.

Laut Anklage hatte der 42-jährige Arbeitslose aus Ungarn ab Frühjahr 2009 bis zu seiner Verhaftung im Juni 2010 vier junge Landsfrauen in Ungarn gekauft und danach im Zürcher Rotlicht-Milieu brutal in die Prostitution gezwungen. Sein Sohn soll ihn dabei aktiv unterstützt haben.

Gegen das Urteil des Bezirksgerichts hatte die Anklage Berufung eingelegt. Die Staatsanwältin forderte, dass das Strafmass deutlich zu erhöhen. Für den 42-jährigen Vater beantragte sie eine Freiheitsstrafe von elf Jahren, für den Sohn sieben Jahre. Die Verteidiger forderten für die beiden Beschuldigten Freisprüche.

Die Anklägerin sprach vor Obergericht von einem brutalen und skrupellosen Vorgehen der Beschuldigten. Diese hätten die Geschädigten mit körperlichen Züchtigungen und Drohungen gefügig gemacht und ausgebeutet. Die wie Waren gekauften Frauen hätten sämtliche Verdienste dem Clan-Chef abgeben müssen.

Quelle: 20min

(Symbolbild) - hazard  : pixelio.de

(Symbolbild) – hazard : pixelio.de

Die Kantonspolizei Zürich hat am Sonntagnachmittag (8.9.2013) bei einer Grenzkontrolle im Flughafen Zürich eine illegal ausreisende Albanerin sowie einen Schlepper angehalten und verhaftet.

Um 16 Uhr 50 wies sich bei der Ausreise eine 20-jährige Frau mit einem gefälschten italienischen Dokument aus. Die Kontrolle zeigte, dass es sich um eine junge Frau aus Albanien handelt. Um die Reise von Italien via Schweiz nach England antreten zu können, nahm sie die Hilfe ihres 31-jährigen englischen ‚Freundes‘ in Anspruch. Er buchte sein Ticket für denselben Flug und hatte die echten Dokumente der Frau in seinem Gepäck. Beide wurden verhaftet und der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.

Quelle: kapoZH

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Ein ungarischer Chef-Zuhälter (35) muss hinter Gitter. Wegen Menschenhandels, Förderung der Prostitution, Körperverletzung sowie räuberischer Erpressung.

Ein 35-jähriger Ungare hat zwischen 2008 und Juni 2010 mehrere Frauen aus Ungarn in die Schweiz und Zürich am Sihlquai sowie an der Langstrasse in die Prostitution eingeführt. Das Gericht sah in einem Fall Menschenhandel als erwiesen an. Bei zwei weiteren Frauen ging es von Förderung der Prostitution aus. Zudem soll er einen Konkurrenten erpresst haben.

Das Gericht kam aber auch zu Teilfreisprüchen bei drei weiteren Geschädigten. Zudem sah es eine Lebensgefährdung zu Lasten eines Opfers als nicht erwiesen an.

Weiterhin nicht geständig

Der weitgehend nicht geständige Beschuldigte wurde verpflichtet, mehreren Frauen Schadenersatz und Genugtuung zu bezahlen. Einem Hauptopfer wurde neben einem Schadenersatz von über 21’000 Franken ein Schmerzensgeld von 20’000 Franken zugesprochen.

Mit diesem Urteil werden weder die Anklage noch die Verteidigung zufrieden sein. Während die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von elf Jahren gefordert hatte, wollte die Verteidigung mit einer milden Freiheitsstrafe von zwei Jahren die sofortige Haftentlassung ihres Klienten erreichen. Der Beschuldigte hat 1177 Tage der Strafe bereits abgesessen.

Quelle: 20min

Dès le mois d’août 2012, des plaintes ont été enregistrées à une dizaine de ressortissants roumains, dénonçant les agissements d’un homme (Roumanie-1970), avec la complicité de sa femme (Roumanie-1972) ainsi que d’un autre compatriote (Roumanie-1984), lequel était son „lieutenant“. 

Une enquête d’envergure a donc été menée par la brigade de lutte contre la migration illicite, dans un milieu où obtenir des informations est très difficile. Les investigations menées à Genève et en Roumanie ont permis de mettre en lumière que l’homme de 1970 organisait le transport de Roumains en Suisse et plus particulièrement à Genève, en vantant à ses compatriotes le fait que la Suisse est un Eldorado et qu’il y est aisé d’y commettre des vols, de se prostituer ainsi que de mendier. Il était aidé dans cette tâche de recrutement par son épouse.

Les roumains étaient ensuite acheminés à Genève en fourgon et signaient un formulaire dans lequel ils s’engageaient à rembourser le transporteur pour des sommes comprises entre 120 et 200 Euros.

Une fois en Suisse, les victimes de ce „parrain“ découvraient que la vie ne correspondait pas à l’Eldorado décrit et que rembourser leurs dettes s’avérerait plus compliqué. De plus, un intérêt de 100% de la somme initialement due leur était demandé après chaque semaine supplémentaire. Après un mois, l’intérêt s’élevait donc à 300 % et des menaces étaient proférées contre les victimes, comme notamment brûler leur maison familiale en Roumanie ou d’user de violence physique contre leur famille restée au pays. A cet effet, le „lieutenant“ du principal intéressé assurait ces tâches d’intimidations en Roumanie, tandis que le „parrain“ faisait de même à Genève auprès de ses victimes.

Les interpellations des trois intéressés se sont déroulées sur sol genevois, au début du mois d’août 2013. Le principal intéressé a reconnu les faits reprochés. Son épouse a également reconnu son implication dans cette activité en expliquant notamment qu’elle fournissait à son mari la liste des débiteurs. Quant au „lieutenant“, il a nié avoir exercé des pressions psychologiques ou physiques sur ses compatriotes restés au pays.

Précisons que lors de l’interpellation des trois intéressés, les policiers ont découvert notamment des listes sur lesquels les victimes apposaient leur signature, s’engageant à rembourser le prix du transport vers la Suisse.

La brigade de lutte contre la migration illicite de la police judiciaire genevoise poursuit les investigations, sous l’autorité du Ministère public genevois, afin de dénoncer d’autres actes similaires.

Il est à relever que cette affaire s’inscrit dans le cadre des axes de lutte contre la criminalité, décidés conjointement par le Conseil d’Etat et le Ministère Public.

De son côté, le Département de la sécurité va renforcer dès le mois de septembre sa participation au dispositif intercantonal de lutte contre la traite des êtres humains placé sous les auspices du Département fédéral de justice et police, par de nouvelles ressources en personnel et en projets.

Quelle: kapoGE

(Symbolbild) - hazard  : pixelio.de

(Symbolbild) – hazard : pixelio.de

Die Kantonspolizei Zürich hat am späten Freitagabend (7.6.2013) bei einer Grenzkontrolle im Flughafen Zürich einen illegal einreisenden Syrer sowie eine Schlepperin angehalten.

Um 23 Uhr 30 wies sich bei der Einreise ein 16-jähriger Mann mit einer gefälschten griechischen Identitätskarte aus. Gleichzeitig beantragte er Asyl. Die Kontrolle zeigte, dass es sich um einen jungen Mann aus Syrien handelt. Um die Reise in die Schweiz antreten zu können, nahm er die Hilfe einer 48-jährigen Griechin in Anspruch. Sie befand sich auf demselben Flug und konnte verhaftet und der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt werden. Der 16-jährige Syrer wird im Anschluss an das polizeiliche Verfahren an den zuständigen Fachdienst zur Durchführung des Asylverfahrens übergeben.

Quelle: kapoZH

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Der in Biel vor Gericht stehende frühere Chef eines Bordells in Nidau muss für einige Zeit hinter Gitter. Der Türke ist des Menschenhandels und der Förderung der Prostitution schuldig.

Der frühere Chef eines Bordells in Nidau BE bei Biel ist am Mittwoch zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt worden. Ein Bieler Gericht sprach ihn des Menschenhandels und der Förderung der Prostitution schuldig.

Der 38-jährige Türke hat sich laut dem Regionalgericht Berner Jura-Seeland des mehrfachen Menschenhandels und der Förderung der Prostitution zum Nachteil von 45 Frauen schuldig gemacht. Verurteilt wurde der Mann wegen insgesamt zwölf Gesetzesverstössen, darunter Freiheitsberaubung, Gefährdung des Lebens und mengenmässig qualifizierter, bandenmässiger Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Gegen die drei weiteren Angeklagten verhängte das Gericht Freiheitsstrafen von fünfeinhalb Jahren, dreissig Monaten und zwanzig Monaten. Die Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren erhielt ein Mann, der im Umfeld des Hauptangeklagten Drogenhandel betrieb.

Bei den anderen zwei Verurteilten handelt es sich um Leute, welche der Staatsanwalt als «verlängerte Arme» des Hauptangeklagten bezeichnete. Ihre Strafen wurden teilbedingt respektive bedingt ausgesprochen.

Über den Hauptangeklagten sagte Gerichtspräsident Markus Gross in der Urteilsbegründung, er habe «über die Frauen verfügt wie über eine Ware». Mit Kontrollen, Drohungen und auch mit Waffengewalt habe der trainierte Boxer ein «strenges Regime» ausgeübt und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen «massiv eingeschränkt.» Angesichts des illegalen Aufenthalts der Frauen in der Schweiz und deren finanzieller Abhängigkeit habe er eine «ausgeprägte Machtstellung» gehabt.

Auslöser: Grossrazzia im Jahr 2007

Der Prozess geht zurück auf Grossrazzien der Berner und Schwyzer Kantonspolizei im Februar 2007 im Hotel Schloss Nidau bei Biel und in einer Kontaktbar in Tuggen SZ. Damals sprachen die Behörden von einer der grössten je in der Schweiz durchgeführten Aktionen gegen Menschenhandel.

Das Hotel Schloss in Nidau war seit längerem als Rotlichtetablissement bekannt. Weitere Rotlichtbetriebe, die zum Einflussbereich des Nidauer Bordellchefs gehörten, lagen ausser in Tuggen SZ in Biel und im Kanton Luzern. Vor allem Rumäninnen schafften in den Betrieben an.

Zu beurteilen hatte das Gericht Taten zwischen 2003 und 2007. Gewisse Vorwürfe liess es gleich zu Beginn des mehrtägigen Prozesses wegen Verjährung fallen. Es sprach alle Angeklagte auch in gewissen Punkten frei.

Staatsanwalt wollte 10 Jahre, Verteidiger Freispruch

Der Staatsanwalt hatte für den Hauptangeklagten eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren gefordert, für die übrigen Angeklagten Strafen von zwei bis sechs Jahren. Der Verteidiger des Hauptangeklagten beantragte für diesen eine Haftstrafe von acht Monaten und Freispruch in den Hauptvorwürfen Menschenhandel und Förderung der Prostitution.

Quelle: 20min

(Symbolbild) - Paul-Georg Meister  / pixelio.de

(Symbolbild) – Paul-Georg Meister / pixelio.de

Un homme, né en 1991, originaire d’Albanie, sans domicile fixe, a été appréhendé pour infractions à la Loi sur les stupéfiants (trafic et consommation d’héroïne).

Jeudi 25 avril 2013, vers 18h00, une patrouille a reconnu une toxicomane, quittant à pied une station service à la rue de Lyon. Cette personne a immédiatement reconnu qu’elle était en possession d’un sachet minigrip d’héroïne entamé, d’un poids total de 3,7 grammes. Elle a expliqué avoir acheté ce sachet contre la somme de CHF 120.- auprès d’un trafiquant albanais – le prévenu. Elle a expliqué qu’elle devait le revoir un peu plus tard place des Augustins. Accompagnée par des policiers à cet endroit, elle a immédiatement désigné le trafiquant. Il a été interpellé par la patrouille.

Lors de sa fouille, les agents ont découvert sur lui 2 sachets d’héroïne d’un poids total de 10,3 grammes brut pour net. Il était également porteur de CHF 234,10. Il était également en possession d’un téléphone mobile.

L’acheteuse explique dans son procès-verbal qu’elle consomme de l’héroïne depuis environ 7 ans à raison de 5 grammes d’héroïne par semaine, pour un montant de CHF 120.-. Elle reconnaît formellement le prévenu comme étant l’individu qui lui a vendu un sachet d’héroïne ce jeudi 25 avril 2013 contre la somme de CHF 120.-. Elle affirme lui avoir déjà acheté à 2 reprises de l’héroïne durant les 3 dernières semaines.

Le prévenu explique être arrivé en Suisse il y a 2 ou 3 jours dans le but de visiter le pays. Il nie avoir vendu un sachet d’héroïne pour CHF 120.- à une toxicomane ce jeudi 25 avril 2013. Il affirme que la drogue saisie sur lui était destinée à sa propre consommation et qu’il ne s’adonne pas au trafic de stupéfiants. Il déclare consommer de l’héroïne depuis 4 mois à raison de 10 grammes d’héroïne par mois et qu’il dépense EUR 200.- par mois.

Quelle: kapoGE

(Symbolbild) - Rike  : pixelio.de

(Symbolbild) – Rike : pixelio.de

Il Ministero Pubblico e la Polizia cantonale comunicano che oggi, poco prima delle 03.00, agenti della Sezione Teseu e dei Reparti Mobili Sotto e Sopraceneri hanno effettuato un’operazione in un night-club in territorio di Lugano.

All’interno del locale erano presenti 10 donne straniere (2 lettoni, 1 estone, 3 rumene, 2 ucraine, 1 russa, 1 bulgara, di cui 6 in possesso di regolare permesso e 4 prive di permesso) e 10 clienti. Il responsabile del locale, un 50enne domiciliato nel Luganese, dopo essere stato interrogato, è stato arrestato su ordine del Procuratore Generale John Noseda per i reati ipotizzati di promovimento della prostituzione, usura, tratta di esseri umani, esercizio illecito della prostituzione, infrazione alla Legge federale sugli stranieri e altri reati in ambito finanziario e fiscale.

L’immobile, su disposizione del Ministero, al termine del controllo è stato posto sotto sequestro.

Quelle: kapoTI

Bild: blick

Bild: blick

Eine 43-jährige Thailänderin ist am Freitag von einem Berner Gericht wegen Menschenhandels und Förderung der Prostitution zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt worden. Sie lockte 50 Frauen oder Transvestiten aus ihrem Heimatland in die Schweiz und führte sie der Prostitution zu.

Für das Regionalgericht Bern handelt es sich um einen der grössten in der Schweiz aufgedeckten Fälle von Menschenhandel. Die Opfer seien von Beginn weg in «Schuldknechtschaft» geraten und danach als Prostituierte sexuell ausgebeutet worden, begründete die Gerichtspräsidentin am Freitag das Urteil.

Für die Reise in die Schweiz mussten die Angeworbenen 30’000 Franken aufbringen. Sie wussten, dass sie danach als Prostituierte eingesetzt würden. Wegen der hohen Schulden blieb vom Verdienst fast nichts übrig; weil sie illegal in einem fremden Land beschäftigt waren, konnten sich die Frauen kaum wehren.

Die Beschuldigte betrieb selber einen Salon in Müllheim (TG) und vermittelte in den Jahren 2008-2011 Frauen an Salons in Zürich, Winterthur, Rothrist, Basel, Luzern, Solothurn, Trimbach bei Olten, Biel und Bern.

Der schwungvolle Handel flog auf, als sich eine Prostituierte in Bern an die Kantonspolizei wandte. Der Betreiber des Bordells in Bern ist im November 2012 zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden.

Mit der «modernen Form der Sklaverei», wie die Richterin den Menschenhandel bezeichnete, verdiente die Angeklagte viel Geld. Der Umsatz belief sich im genannten Zeitraum auf rund 1,8 Mio. Franken.

Das Gericht glaubte ihr, dass sie lediglich Teil einer von Thailand aus operierenden Organisation sei. Doch sie habe sich aktiv beteiligt und davon profitiert, war das Gericht der Meinung. Verurteilt wurde die Angeklagte auch wegen Geldwäscherei, Fälschung von Ausweisen und Verstössen gegen das Ausländergesetz.

Die Angeklagte, die früher selbst der Prostitution nachging, ist seit 2006 mit einem Schweizer verheiratet. Diesen befand das Gericht der Gehilfenschaft für schuldig und verurteilte ihn zu einer teilbedingten Strafe von 30 Monaten.

Quelle: blick

Die georgische Mafia in der Schweiz ist quasi militärisch organisiert, wie die Untersuchungsakten der Bundesanwaltschaft zeigen. Ihre Köpfe sitzen zwar in Haft. Doch sie werden bald ersetzt, glaubt eine Mafia-Expertin.

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«Zwischen den Schweizer Behörden und der georgischen Einbrecherbande ist Krieg ausgebrochen», schreibt «Le Matin Dimanche». In einem abgehörten Telefongespräch machte einer der Mafiosi der Organisation namens Vory v Zakone das Ziel der Mafiosi klar: «Wir werden die Schweiz plündern.»

Die Untersuchungsakten der Bundesanwaltschaft zeigen nun, wie die georgische Mafia organisiert ist: Sie teilte die Schweiz in vier Regionen auf – Ost-, Zentral- und Westschweiz sowie das Tessin. Jede Region hatte einen Chef, der sogenannte Soldaten befehligte, die er oft direkt in der Schweiz rekrutierte.

Geld ging an Chefs in Georgien

Die Mafiosi mussten jeden Monat 15 Prozent ihrer Einnahmen abliefern – den Obschak. Ein grosser Teil des Geldes, das die Bande mit Einbrüchen, Menschenhandel oder Geldwäscherei verdiente, ging an die Köpfe der Organisation im Kaukasus.

Mit dem Rest wurden auch Georgier in Schweizer Gefängnissen unterstützt. So kam 2009 ans Licht, dass georgische Häftlinge in Genf auf ein schwarzes Konto zugreifen konnten, auf dem ständig 20’000 Franken für Drogen, Zigaretten und anderes lagen.

«Abgeschlagene Köpfe wachsen nach»

2009 und 2010 wurden in der Schweiz und Europa Dutzende georgische Mafiosi verhaftet, darunter auch die Schweizer Chefs. Anfang Sommer wurden sie zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Bande seither führungslos ist, wie sie auf Anfrage sagt.

Laut Stephanie Oesch, Expertin für organisierte Kriminalität, ist das aber eine Illusion: «Schlägt man in kriminellen Organisationen einen Kopf ab, wächst der nächste nach. Es bleibt höchstens kurze Zeit ruhig.» Dafür spricht die Zahl der Einbrüche von Georgiern: Diese sank laut Fedpol direkt nach den Verhaftungen, stieg mittlerweile aber wieder auf das Niveau von vor 2010.

infobox_1Beweise in Socke versteckt
Das wichtigste Beweisstück, das die Schweizer Ermittler im Kampf gegen die georgische Mafia haben, ist die Obschak-Liste. Darauf steht detailliert, wer von den Mitgliedern von Vory v Zakone den Chefs wie viel Geld ablieferte. Die Ermittler fanden die Liste bei der Durchsuchung einer Wohnung in Poitiers (F), die der rechten Hand des Schweizer Mafia-Chefs gehört haben soll (Bild): Sie lag in einer Socke unten in einem Schrank. Darin eingewickelt waren fünf Blätter à 5,5 mal 20 Zentimeter, auf denen die die Organisation die wichtigsten Informationen komprimiert hatte: Name des «Spenders», Datum der Zahlung und die Schweizer Region, aus welcher das Geld kam. Laut den Akten sind auf der Liste Beträge von mehreren Tausend Franken vermerkt.

Quelle: 20min

Wegen Menschenhandels ist in Bern ein 45 Jahre alter Thailänder verurteilt worden. Er hatte Frauen und Transvestiten aus seiner Heimat einfliegen lassen, um sie hier für sich anschaffen zu lassen.

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Ein 45-jähriger Thailänder ist am Montag in Bern zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Das Regionalgericht Bern-Mittelland sprach ihn des Menschenhandels schuldig.

Der Mann hatte ein Bordell geführt, das in einem stadtbekannten Rotlicht-Gebäude im Lorrainequartier untergebracht war. In seinen Räumlichkeiten sollen 20 Frauen und Transvestiten aus Thailand gearbeitet haben.

Der Fall steht in Zusammenhang mit dem Menschenhändler-Ring, der Ende Oktober aufgeflogen war. Mehr als 50 Menschen aus Thailand wurden demnach mit falschen Versprechen in die Schweiz geholt. Sie mussten sich dann unter anderem in Bordellen im Thurgau, in Olten oder eben in Bern prostituieren, um ihre Schulden zurückzuzahlen.

Drahtzieherin im Frühling vor Gericht

Nach den Erkenntnissen der Ermittler wussten die allermeisten Opfer, wofür sie in die Schweiz reisten. Nicht bewusst war ihnen, wie massiv sie sich verschulden: 30’000 Franken mussten sie für die Reise zahlen. Dieses Geld mussten sie mit der Sexarbeit in der Schweiz abstottern.

Das Geld ging an die Drahtzieherin des Rings, eine 42-jährige Thailänderin. Sie wird sich im kommenden Frühling in Bern vor Gericht verantworten müssen. Kräftig mitkassiert hat nach den Erkenntnissen der Ermittler der 45-jährige Bordellbetreiber, der am Montag verurteilt wurde.

Faktisch hätten die Prostituierten alle ihre Einnahmen abgeben müssen, hatte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer erklärt. Sie verlangte eine unbedingte Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten.

Der amtliche Verteidiger hatte eingeräumt, dass sein Mandant Frauen ohne Arbeitsbewilligung beschäftigt und sich an ihrer Prostitution bereichert habe. Er habe ihnen gegenüber aber nie physische Gewalt angewendet und sie grundsätzlich anständig behandelt. Eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten sei angemessen.

Quelle: 20min

Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben einen umfangreichen Fall von Menschenhandel aufgedeckt. Sieben beschuldigten Frauen und Männern wird vorgeworfen, die Einreise von mehr als 50 Frauen und Transsexuellen aus Thailand in die Schweiz organisiert zu haben. Diese mussten sich hierzulande prostituieren.

(Symbolbild) – Gerd Altmann/Shapes:dezignus.com / pixelio.de

Die Ermittlungen waren im Jahr 2010 ausgelöst worden, nachdem sich eine thailändische Frau bei der Kantonspolizei Bern meldete und erklärte, sie werde gegen ihren Willen in einem Etablissement in Bern festgehalten und sie müsse sich prostituieren. Schliesslich wurde ein umfangreiches Ermittlungsverfahren unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben eingeleitet. Dies betraf einerseits den Straftatbestand des Menschenhandels, andererseits aber auch die Förderung der Prostitution, Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, Fälschung von Ausweisen sowie Geldwäscherei.

Im Verlaufe des Verfahrens zeigte sich, dass sich das Netzwerk weit über den Kanton Bern hinaus in verschiedene Kantone ausgeweitet hatte. Die Ermittlungen wurden aus diesem Grund in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in den Kantonen Luzern, Solothurn und insbesondere im Kanton Thurgau durchgeführt. Es kam zu verschiedenen Hausdurchsuchungen in einschlägigen Etablissements.

Die Hauptbeschuldigte, eine 42-jährige Thailänderin mit Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz, konnte schliesslich im Herbst 2011 in Deutschland verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert werden.

Wie sich herausstellte, war die Frau seit Ende 2008 aktiv und betrieb selber ein Bordell, in welchem sie illegal anwesende thailändische Prostituierte beschäftigte. Diese mussten einen Schuldenbetrag von rund 30‘000 Franken für die Einreise in die Schweiz abarbeiten. Dabei wussten die meisten unter ihnen, dass sie in der Schweiz als Prostituierte arbeiten würden. Die Prostituierten hatten in der Regel 50 Prozent ihres Verdienstes an den oder die Salonbetreiber/in abzugeben und konnten nur mit den verbleibenden 50 Prozent ihre „Reiseschulden“ abbezahlen. So mussten sie total 60’000 Franken verdienen, um ihre Schulden zu tilgen. In mehreren dokumentierten Fällen mussten die Prostituierten sogar bis zu 90‘000 Franken erwirtschaften, bis sie etwas eigenes Geld behalten konnten.

Die Opfer stammten meist aus ärmlichen Verhältnissen in Thailand. Sie hatten in einigen Fällen einen sogenannten Darlehensvertrag unterzeichnen müssen, in dem sie eine allfällig vorhandene Liegenschaft in Thailand als Sicherheit verpfänden mussten. Zudem war die Hauptbeschuldigte bei ihrer Festnahme im Besitz von persönlichen Dokumenten von Opfern, beispielsweise von Ausweispapieren. Dazu kommt, dass sich die Opfer meist illegal in der Schweiz aufhielten und einer illegalen Tätigkeit nachgingen. Sie waren der örtlichen Sprachen nicht mächtig und hatten keine Ortskenntnisse. Die meisten Opfer sind in ihre Heimat zurückgekehrt und wollten sich nicht als Privatkläger/innen am Strafverfahren beteiligen. Ein Opfer, das sich am Strafverfahren beteiligt, verweilt derzeit noch in der Schweiz und wird in einer speziellen Einrichtung betreut.

Die Hauptbeschuldigte wird sich nun im Kanton Thurgau für 26 Opfer, in den Kantonen Bern, Solothurn, Luzern, Basel Stadt und Zürich für weitere 31 Opfer verantworten müssen. Weitere sechs beschuldigte Personen befinden sich teilweise noch in Untersuchungshaft. Bei ihnen handelt es sich um einen Schweizer, vier Thailänderinnen und einen Thailänder.

Hinweis

Für die bernische Kantonsregierung und die Kantonspolizei Bern hat die Bekämpfung des Menschenhandels hohe Priorität. Seit 2009 steht dabei insbesondere die Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung im Fokus und die Bestrebungen wurden intensiviert. Die umfangreichen Ermittlungsverfahren werden durch Spezialisten der Kriminalabteilung zusammen mit der verfahrensleitenden Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben Bern in enger Zusammenarbeit mit weiteren Diensten geführt.

Die Abklärungen sind häufig sehr umfangreich und komplex. Im Zentrum der Ermittlungen stehen zunächst immer die Prostituierten, welche Opfer der sexuellen Ausbeutung wurden. Hier arbeitet die Strafverfolgungsbehörde intensiv mit spezialisierten Organisationen zusammen. Es gilt die Prostituierten während und nach dem Verfahren zu betreuen und ihnen zur Seite zu stehen, haben die Opfer doch grosse Angst vor Repressalien und müssen ständig damit rechnen, dass ihnen oder ihren Familien in den Heimatländern wegen den Aussagen etwas zustossen könnte.

Die Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben untersucht Fälle, die sich aufgrund ihrer Besonderheiten nicht für die Untersuchung durch die örtlich zuständige regionale Staatsanwaltschaft eignen und nicht in den Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte fallen.

Quelle: kapoBE