Archiv für die Kategorie ‘Geldwäscherei’

Die Staatsanwaltschaft hat gegen drei Männer Anklage erhoben, die im Jahr 2012 bandenmässigen Drogenhandel im Kanton Bern betrieben haben. Die Männer gehörten einem interkantonal tätigen Drogenring an und konnten nach umfangreichen Ermittlungen überführt werden.

Rund 15 Monate nach den Festnahmen von vier Männern im Zusammenhang mit einem interkantonal tätigen Drogenring sind die von der Kantonspolizei Bern im Auftrag der regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland durchgeführten Untersuchungen abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft hat beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland Anklage gegen drei der Beschuldigten erhoben. Sie werden sich wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, einer zudem wegen Geldwäscherei und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz sowie das Ausländergesetz, vor dem urteilenden Gericht verantworten müssen.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen 41-jährigen Serben, einen 41-jährigen Schweizer, sowie einen 45-jährigen Italiener, welcher sich seit dem 7. Dezember 2012 im vorzeitigen Strafvollzug befindet. Der vierte Verhaftete, der mutmassliche Haupttäter, wird durch die zuständigen Behörden im Kanton Solothurn angeklagt, da dort zuerst gegen ihn ermittelt worden war.

Die drei beim Regionalgericht Berner Jura-Seeland Angeklagten waren im Juli 2012 nach umfangreichen Ermittlungen der Kantonspolizeien Bern, Solothurn und Luzern in Biel angehalten und verhaftet worden. Ihnen wird die Beteiligung am mengenmässig qualifizierten, bandenmässigen Drogenhandel in den Kantonen Bern, Solothurn und Luzern vorgeworfen. Sie sind teilweise geständig. Im Zuge der Untersuchungen wurden insgesamt mehrere Kilogramm Heroin und Kokain, mehrere zehntausend Franken Bargeld sowie Schusswaffen sichergestellt.

Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland

Quelle: kapoBE

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Seit einigen Tagen muss sich die Staatsanwaltschaft mit einer Betrugsmasche von Internetkriminellen befassen, bei welcher diese versuchen, arglose Personen anzuwerben, die im Nebenjob Geldtransfers durchführen sollen. Mit der

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Überschrift „Profitabler Nebenjob“ verspricht die Anzeige ein hohes Zusatzeinkommen in kürzester Zeit mit einem geringen Zeitaufwand. Die Betrüger bedienen sich der Identität real existierender, seriöser Schweizer Immobilienunternehmen. 

Vorgehen der Täter: 
Diese überweisen zunächst eine Geldsumme von mehreren tausend Franken auf das Konto des Nebenjobnutzers. Dieser soll das Geld abheben und dieses – nach Abzug einer Entlohnung – über ein Geldtransferinstitut auf ein Auslandskonto überweisen. Ziel der unbekannten Betrüger ist dabei, Gelder, die unter anderem im Rahmen von Betrugshandlungen beim Onlinebanking erlangt wurden, zu waschen bzw. den Geldfluss zu verschleiern. Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden sollen dadurch behindert bzw. verunmöglicht werden.

Die Staatsanwaltschaft warnt auf solche Angebote einzugehen. Der scheinbar lukrative Nebenjob kann sich sehr schnell als Tätigkeit mit strafrechtlichen Folgen und finanziellen Einbußen herausstellen. Wer auf solche Angebote eingeht, macht sich unter Umständen wegen Geldwäscherei strafbar.

Quelle: kapoBS

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Die Baselbieter Staatsanwaltschaft erhebt gegen den Haupttäter einer nordafrikanischen Autoknackerbande Anklage. Der 25-Jährige hat bei den Behörden bereits eine prall gefüllte Akte.

Zwischen Mitte September 2012 bis Ende Oktober 2012 hat ein 25-jähriger Marrokaner eine bemerkenswerte kriminelle Energie an den Tag gelegt: 66 Autos soll der junge Mann in den knapp sechs Wochen in der Nordwestschweiz aufgebrochen haben. Deliktssumme: 38’000 Franken. Dazu kommt ein Sachschaden von 69’000 Franken.

Nach einer Schaffenspause machte der 25-Jährige im Februar 2013 mit zwei erneuten Autoaufbrüchen weiter. Ausserdem werden ihm weitere Delikte vorgeworfen: Er soll unter anderem ein Auto für den Eigengebrauch gestohlen haben. Und auch Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei werden ihm zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Der Akkord-Dieb hatte bei seinem Effort vor einem Jahr tatkräftige Unterstützung: Er war Teil einer mindestens siebenköpfigen Autoknackerbande, wie Ermittlungen der Basler Strafverfolgungsbehörden gezeigt haben. Fünf Bandenmitglieder befinden sich mittlerweile in Haft.

Aufwändige Ermittlungen

Ins Rollen kamen die Ermittlungen, als die Baselbieter Polizei im November 2012 zwei Tunesier bei Autoaufbrüchen in flagranti erwischten. 11 respektive 56 Mal haben sich die beiden Diebe an Autos in der Nordwestschweiz zu schaffen gemacht. Der Mann, dem 11 Taten nachgewiesen werden konnten, wurde im Mai 2013 vom Baselbieter Strafgericht zu acht Monaten unbedingter Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft ging allerdings gegen diesen Entscheid in Berufung, da die Anklage das Strafmass als zu tief beurteilte. Die Gerichtsverhandlung des zweiten Mannes ist noch ausstehend.

Über die beiden erwischten Tunesier konnten zwei weitere Verdächtige identifiziert werden, die anschliessend international zur Verhaftung ausgeschrieben wurden. Der jüngst angeklagte 25-jährige Marrokaner, der der Haupttäter der Bande sein soll, konnte im Februar 2013 in der Schweiz festgenommen werden. Im März 2013 erwischte die Polizei in Belgien zudem einen Landsmann des Haupttäters, der im Laufe des Jahres an die Schweiz ausgeliefert wurde. Auch gegen diesen Mann ist ein Strafverfahren hängig.

Zwei Bandenmitglieder auf der Flucht

Im Juli 2013 konnte schliesslich das fünfte mutmassliche Bandenmitglied, ein Algerier, verhaftet werden. Zwei weitere Kumpane, ein Tunesier und ein Marrokaner, die den Behörden beide namentlich bekannt sind, befinden sich noch auf der Flucht.

Den sieben mehrheitlich vorbestraften Nordafrikanern werden gesamthaft rund 160 Delikte vorgeworfen, darunter hauptsächlich Fahrzeugaufbrüche und Diebstähle aus unverschlossenen Autos. Der Gesamtsachschaden der Autoaufbrüche beläuft sich auf ungefähr 150’000 Franken, der Deliktsbetrag der Diebstähle auf ungefähr 100’000 Franken.

Quelle: baz

Symbolbild: Rike  / pixelio.de

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Ein 32-jähriger Russe ist am Freitag vom Genfer Strafgericht wegen Betrugs und Geldwäscherei zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden – 16 Monate davon unbedingt. Der ehemalige Bankangestellte hatte 150 Millionen Dollar veruntreut.

Der Angeklagte hatte sich für ein vereinfachtes Verfahren entschieden. Staatsanwaltschaft und Verteidigung einigten sich demnach bereits vor Prozessbeginn auf die schliesslich vom Gericht ausgesprochene Strafe.

Diese erschien dem Angeklagten akzeptabel, so dass eine Auseinandersetzung vor Gericht ausblieb. Der Angeklagte erklärte lediglich, dass er in seinem Leben einen Fehler gemacht habe und diesen bereue.

Der Fall geht auf das Jahr 2011 zurück. Damals hatten der Russe und zwei Komplizen beschlossen, ihre Arbeitgeberin – die russische Bank Otkritie – zu betrügen. Diese kam aber hinter den Schwindel mit argentinischen Obligationen, die nicht in Dollars, sondern nur mit argentinischen Pesos gedeckt waren.

Die Bank reichte daraufhin bei der Genfer Justiz eine Strafanzeige wegen Verdachts auf Betrug und Geldwäscherei in der Höhe von rund 150 Millionen Dollar ein. Der verurteilte Russe wurde am Freitag nach dem Gerichtstermin auf freien Fuss gesetzt. Mit 500 Tagen, die er in der Untersuchungshaft verbracht hatte, hat er die unbedingte Gefängnisstrafe von 16 Monaten bereits abgesessen.

Quelle: blick

Dieses Ostergepäck hatte es in sich: 110 Kilogramm Gold hat die italienische Finanzpolizei am Ostersonntag bei Chiasso bei einer in der Schweiz lebenden italienischen Familie im Auto entdeckt.

Eine italienische Familie wurde am Ostersonntag kurz hinter der Schweizer Grenze bei Chiasso TI von der italienischen Finanzpolizei mit 110 Kilogramm undeklariertem Gold erwischt. Die Barren im Wert von rund 5,4 Millionen Schweizer Franken seien unter einem doppelten Boden versteckt gewesen, teilte die Guardia di Finanza mit.

Die Familie lebe in der Schweiz. Der Vater sei gesetzlicher Vertreter einer Schweizer Gesellschaft, schrieb die Finanzpolizei in einem Communiqué. Über die Herkunft der zwölf Goldbarren, die in Zeitungspapier eingewickelt gewesen seien, habe der 53-Jährige keine Angaben gemacht.

Die Familie mit drei kleinen Kindern im Kleinwagen sei kurz hinter der Grenze in eine mobile Kontrolle geraten. Auf den ersten Blick habe das Auto unverdächtig gewirkt. «Es schien sich um einen normalen Osterausflug zu handeln», schrieb die Finanzpolizei.

Die Grenzbeamten wurden aber eigenen Angaben zufolge durch das nervöse Verhalten der Familie misstrauisch. Eine genauere Durchsuchung brachte unter den Sitzen in einem Versteck die Goldbarren zum Vorschein.

Gegen den Geschäftsmann wurde in Italien Anzeige wegen Geldwäscherei erstattet. Auto und Edelmetall wurden beschlagnahmt. Weitere Untersuchungen sollen über Herkunft und Verwendungszweck des Goldes aufklären.

Finanzpolizei Como

Finanzpolizei Como

Finanzpolizei Como

Finanzpolizei Como

Quelle: 20min

Kiloweise importierte er Kokain in den Kanton Zürich. Die Zwischenhändler liess er überwachen und bei Vergehen massiv bestrafen: Einem von ihnen hielt er eine Pistole in den Mund. Dafür muss ein 31-Jähriger jetzt ins Gefängnis.

Kokain - (Symbolbild)

Kokain – (Symbolbild)

Für den zuständigen Staatsanwalt war nach den aufwändigen Ermittlungen der Fall klar: Beim heute 31-jährigen Italiener aus Zürich handelte es sich um eine Figur, die auf der obersten Stufe einer international tätigen Drogenbande stand. Dabei habe der IV-Rentner einen mafiaähnlichen Kokainhandel im grossen Stil dirigiert, führte der Ankläger aus. Zudem sei der gewaltbereite Secondo auch nicht vor brutalen Strafaktionen zurückgeschreckt.

Sicher ist, dass der Beschuldigte zwischen Ende 2006 und Mai 2010 rund vier Jahre lang regelmässig hochwertiges Kokain aus Übersee in den Kanton Zürich einführte. Dabei stellte der Boss diverse Schweizer Drogenkuriere an. Wobei er jeden der Transporte im Kilobereich akribisch genau überwachen liess. Als einer der Angestellten am Flughafen Kloten mit rund 1,3 Kilogramm Kokain erwischt und bald wieder entlassen worden war, startete der Beschuldigte eine brutale Strafaktion. Er und ein bezahlter Rocker entführten den Transporteur in den Kanton Aargau, wo er gestehen sollte, wo das Kokain verschwunden sei. Dabei quälte das Duo das Opfer mit Schlägen und Foltermethoden. Sei es mit einer geladenen Pistole, die der Rocker dem Geschädigten in den Mund steckte. Oder mit einem Elektroschock-Geräte, welches der Beschuldigte gegen den Gefangenen wiederholt einsetzte.

Zwölf Jahre Knast gefordert

Der Staatsanwalt ging von einem schweren Verschulden aus und verlangte eine hohe Freiheitsstrafe von zwölf Jahren. Für den Ankläger hatte sich der Drogenboss nicht nur des Kokainhandels, sondern auch wegen Geldwäscherei, Entführung, mehrfacher Nötigung und Waffendelikten schuldig gemacht. Er sollte dem Kanton Zürich eine Ersatzforderung von 114’000 Franken abliefern.

Der Beschuldigte hinterliess vor Gericht einen zwiespältigen Eindruck. So gab er einen Teil der Vorwürfe zu, stellte aber seine führende Rolle in Abrede. Er habe vielmehr lediglich die Rolle eines Vermittlers eingenommen, sagte er.

Erfolgreiche Verteidigung

Der Verteidiger setzte sich für eine erheblich mildere Strafe von sechseinhalb Jahren ein. Er forderte Teilfreisprüche und stufte die Strafaktion als nicht erwiesen sein. Zudem führte der Anwalt aus, dass sein Klient als 18-jähriger Bursche einen schweren Unfall erlitten habe. Dabei sei er 400 Meter weit von einem Tram mitgeschleift und massiv verletzt worden.

Das Gericht schlug den Mittelweg ein. Es kam zwar bei der rechtlichen Würdigung zu weitgehenden Schuldsprüchen. Andererseits senkte es die beantragte Strafe deutlich auf sechs Jahre und neun Monate. Der Beschuldigte wurde allerdings verpflichtet, 20’000 Franken aus dem unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil dem Staat abzuliefern. Da die Parteien auf eine Urteilseröffnung verzichtet hatten, ist der Grund für den eher milden Entscheid nicht klar. Beide Seiten haben jedenfalls die Möglichkeit, den Fall weiterzuziehen.

Quelle: 20min

Die georgische Mafia in der Schweiz ist quasi militärisch organisiert, wie die Untersuchungsakten der Bundesanwaltschaft zeigen. Ihre Köpfe sitzen zwar in Haft. Doch sie werden bald ersetzt, glaubt eine Mafia-Expertin.

(Symbolbild)

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«Zwischen den Schweizer Behörden und der georgischen Einbrecherbande ist Krieg ausgebrochen», schreibt «Le Matin Dimanche». In einem abgehörten Telefongespräch machte einer der Mafiosi der Organisation namens Vory v Zakone das Ziel der Mafiosi klar: «Wir werden die Schweiz plündern.»

Die Untersuchungsakten der Bundesanwaltschaft zeigen nun, wie die georgische Mafia organisiert ist: Sie teilte die Schweiz in vier Regionen auf – Ost-, Zentral- und Westschweiz sowie das Tessin. Jede Region hatte einen Chef, der sogenannte Soldaten befehligte, die er oft direkt in der Schweiz rekrutierte.

Geld ging an Chefs in Georgien

Die Mafiosi mussten jeden Monat 15 Prozent ihrer Einnahmen abliefern – den Obschak. Ein grosser Teil des Geldes, das die Bande mit Einbrüchen, Menschenhandel oder Geldwäscherei verdiente, ging an die Köpfe der Organisation im Kaukasus.

Mit dem Rest wurden auch Georgier in Schweizer Gefängnissen unterstützt. So kam 2009 ans Licht, dass georgische Häftlinge in Genf auf ein schwarzes Konto zugreifen konnten, auf dem ständig 20’000 Franken für Drogen, Zigaretten und anderes lagen.

«Abgeschlagene Köpfe wachsen nach»

2009 und 2010 wurden in der Schweiz und Europa Dutzende georgische Mafiosi verhaftet, darunter auch die Schweizer Chefs. Anfang Sommer wurden sie zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Bande seither führungslos ist, wie sie auf Anfrage sagt.

Laut Stephanie Oesch, Expertin für organisierte Kriminalität, ist das aber eine Illusion: «Schlägt man in kriminellen Organisationen einen Kopf ab, wächst der nächste nach. Es bleibt höchstens kurze Zeit ruhig.» Dafür spricht die Zahl der Einbrüche von Georgiern: Diese sank laut Fedpol direkt nach den Verhaftungen, stieg mittlerweile aber wieder auf das Niveau von vor 2010.

infobox_1Beweise in Socke versteckt
Das wichtigste Beweisstück, das die Schweizer Ermittler im Kampf gegen die georgische Mafia haben, ist die Obschak-Liste. Darauf steht detailliert, wer von den Mitgliedern von Vory v Zakone den Chefs wie viel Geld ablieferte. Die Ermittler fanden die Liste bei der Durchsuchung einer Wohnung in Poitiers (F), die der rechten Hand des Schweizer Mafia-Chefs gehört haben soll (Bild): Sie lag in einer Socke unten in einem Schrank. Darin eingewickelt waren fünf Blätter à 5,5 mal 20 Zentimeter, auf denen die die Organisation die wichtigsten Informationen komprimiert hatte: Name des «Spenders», Datum der Zahlung und die Schweizer Region, aus welcher das Geld kam. Laut den Akten sind auf der Liste Beträge von mehreren Tausend Franken vermerkt.

Quelle: 20min

Der Polizei Basel-Landschaft ist nach intensiven Ermittlungen über einen längeren Zeitraum ein Schlag gegen eine Gruppe von Drogenhändlern aus Nigeria gelungen. Die Drogenfahndung der Polizei Basel-Landschaft konnte über 1.8 Kilogramm Kokain sowie eine grössere Menge an Bargeld beschlagnahmen. Es befinden sich insgesamt fünf Personen in Untersuchungshaft.

(Symbolbild) - Günter Havlena - pixelio.de

(Symbolbild) – Günter Havlena – pixelio.de

Gezielte Aktion
In einer gezielten Aktion, die sich über mehr als fünf Monate erstreckte, konnte die Drogenfahndung der Polizei Basel-Landschaft – in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft – insgesamt 1825 Gramm Kokain sowie über CHF 50`000.– beschlagnahmen. Die festgenommenen Personen werden zudem verdächtigt, mit mehreren Kilogramm Kokain gehandelt zu haben.

Strafverfahren eröffnet
Bei den fünf Festgenommenen handelt es sich um nigerianische Staatsbürger im Alter zwischen 30 und 46 Jahren. Die Männer waren in der Schweiz wohnhaft und konnten in verschiedenen Kantonen festgenommen werden. Sie sind teilweise geständig.

Gegen die mutmasslichen Drogenhändler wurden durch die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft Strafverfahren wegen qualifiziertem Handel mit Betäubungsmitteln eröffnet. Eine Person wird sich zusätzlich wegen Geldwäscherei vor Gericht zu verantworten haben.

Weitere Angaben können aus Rücksicht auf die laufenden Verfahren nicht gemacht werden.

Quelle: kapoBL

Heute Nachmittag fiel das Urteil gegen Daniel Gloor, den ehemaligen Anlagechef der Pensionskasse BVK.

Bild: blick.ch

Das Zürcher Bezirksgericht hat den Ex-BVK-Anlagechef Daniel Gloor heute zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten verurteilt. Er wurde noch im Gerichtssaal von der Polizei verhaftet.

Aufgrund des Urteils bestehe grosse Fluchtgefahr, sagte der Gerichtsvorsitzende. Der Verurteilte habe schlechte persönliche und berufliche Aussichten, alle seine Freunde verloren und es sei für ihn schwierig, in der Schweiz eine Stelle zu finden.

Zudem wisse das Gericht nicht, ob Gloor noch irgendwo Geld «gebunkert» habe – beispielsweise in Peru, dem Heimatland seiner Ehefrau. Gloor sei nicht einsichtig und zeige keine Reue. Der Anreiz zu flüchten, sei daher gross.

185 Tage bereits abgesessen

Gloor wurde wegen mehrfacher Bestechung, mehrfacher ungetreuer Amtsführung, Geldwäscherei und Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig gesprochen. 185 Tage seiner Strafe hat er bereits abgesessen. Dem Kanton muss Gloor eine halbe Million Franken zurückzahlen plus den Erlös aus dem Verkaufseines Ferienhauses in Südfrankreich.

Der 57-jährige ehemalige Anlagechef der Beamten-Pensionskasse des Kantons Zürich (BVK) hatte Schmiergeld von 1,7 Millionen Franken angenommen. Die Staatsanwaltschaft hatte für Gloor eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine teilbedingte Strafe von 30 Monaten.

Freiheitsstrafen für vier Mitangeklagte

Von den fünf Mitangeklagten, die Gloor Geschenke und Geld zukommen liessen und dafür im Gegenzug Vermögensverwaltungsmandate zugeschanzt erhielten, wurde einer freigesprochen. Das Gericht begründete den Freispruch damit, dass die dem Angeklagten vorgeworfenen Vergehen verjährt seien.

Zwei der Mitangeklagten erhielten je zweieinhalb Jahre Freiheitsstrafe, 18 Monate davon bedingt und 12 Monate unbedingt. Die unbedingte Strafe können sie in Halbgefangenschaft verbüssen. Die beiden anderen Mitangeklagten erhielten bedingte Freiheitsstrafen von 14 und 15 Monaten.

Quelle: blick

Die Schweiz gerät wegen illegalen Goldhandels ins Visier der italienischen Polizei. Die Polizei beschlagnahmte in dem Zusammenhang 163 Millionen Euro. 118 Personen wurden angezeigt. Die Ermittlungen richten sich gegen eine kriminelle Organisation mit Verankerung in der Schweiz.

(Symbolbild)

Es geht unter anderem auch um Geldwäscherei, Hehlerei und Steuerbetrug. Allein in diesem Jahr soll die Organisation 4500 Kilo Gold und 11’000 Kilo Silber gehandelt haben, erklärte die italienische Polizei. Nach ihren Angaben wurden in ganz Italien 250 Durchsuchungen durchgeführt und über 500 Bankkonten blockiert.

Berichte in Tessiner Medien, wonach 12 der 118 Beschuldigten Tessiner seien, wollte Polizeimajor Alessandro Langella, Leiter der der Abteilung für Steuervergehen bei der Finanzpolizei in Neapel, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda nicht bestätigen. Er verwies darauf, dass die Ermittlungen noch andauerten.

Gemäss Langella wurden die Geschäfte aber von der Schweiz aus gesteuert. In Italien gab es demnach «Filialen» in elf Regionen, vor allem in der Toskana und in der Region um Neapel (Kampanien).

Zum Kauf des Goldes seien zunächst Schwarzgelder in grossen Noten nach Italien geschmuggelt worden. Das eingekaufte Gold sei wiederum «auf betrügerische Weise» in die Schweiz gebracht worden, wo es zu Barren gegossen worden sei, sagte Langella. Gemäss der Mitteilung der Finanzpolizei benutzten die Schmuggler dafür eigens umgebaute Autos mit doppelten Böden.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde auch ein Anwesen nahe der toskanischen Stadt Arezzo beschlagnahmt, die der Organisation als Stützpunkt diente. Die Villa war derart geschützt, das sie «Fort Knox» genannt wird. Durchsucht wurden weiter mehrere Gold-Ankaufslokale im ganzen Land.

In Italien machen immer mehr von der Wirtschaftskrise betroffene Menschen ihren Familienschmuck zu Bargeld. Das Geschäft mit den Gold-Ankaufslokalen ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Die Branche ist ungeregelt, die Behörden vermuten, dass die Ankäufer zum Teil von der organisierten Kriminalität kontrolliert sind.

«Das ist eine boomende Branche für kriminelle Organisationen. Geschmuggeltes Gold überschwemmt die ganze Welt, vor allem Länder, in denen es gegen Waffen und Drogen getauscht wird», sagt Ranieri Razzante, Leiter der Anti-Geldwäscheorganisation AIRA, im August gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der Polizei stammte das jetzt beschlagnahmte Gold und Silber aber nicht nur von Goldhändlern. Ein Teil der beschlagnahmten Schmuckstücke und Preziosen stamme auch von Einbrüchen. Die Verdächtigen hätten das Diebesgut den Dieben abgekauft.

Ein Grossteil des Goldes aus Italien gelangt über die Alpen in die Schweiz – ob legal oder als Schmuggelware. Gold ist damit die italienische Exportware mit den höchsten Zuwachsraten.

Legal wurden im vergangenen Jahr 120 Tonnen italienischen Goldes in die Schweiz verkauft, verglichen mit 73 Tonnen im Jahr 2010 und 64 Tonnen im Jahr 2009 – Schmuggelware nicht mitgerechnet. Die vom Zoll beschlagnahmten Goldmengen stiegen nach offiziellen Zahlen um 50 Prozent.

Quelle: blick

Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben einen umfangreichen Fall von Menschenhandel aufgedeckt. Sieben beschuldigten Frauen und Männern wird vorgeworfen, die Einreise von mehr als 50 Frauen und Transsexuellen aus Thailand in die Schweiz organisiert zu haben. Diese mussten sich hierzulande prostituieren.

(Symbolbild) – Gerd Altmann/Shapes:dezignus.com / pixelio.de

Die Ermittlungen waren im Jahr 2010 ausgelöst worden, nachdem sich eine thailändische Frau bei der Kantonspolizei Bern meldete und erklärte, sie werde gegen ihren Willen in einem Etablissement in Bern festgehalten und sie müsse sich prostituieren. Schliesslich wurde ein umfangreiches Ermittlungsverfahren unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben eingeleitet. Dies betraf einerseits den Straftatbestand des Menschenhandels, andererseits aber auch die Förderung der Prostitution, Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, Fälschung von Ausweisen sowie Geldwäscherei.

Im Verlaufe des Verfahrens zeigte sich, dass sich das Netzwerk weit über den Kanton Bern hinaus in verschiedene Kantone ausgeweitet hatte. Die Ermittlungen wurden aus diesem Grund in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in den Kantonen Luzern, Solothurn und insbesondere im Kanton Thurgau durchgeführt. Es kam zu verschiedenen Hausdurchsuchungen in einschlägigen Etablissements.

Die Hauptbeschuldigte, eine 42-jährige Thailänderin mit Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz, konnte schliesslich im Herbst 2011 in Deutschland verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert werden.

Wie sich herausstellte, war die Frau seit Ende 2008 aktiv und betrieb selber ein Bordell, in welchem sie illegal anwesende thailändische Prostituierte beschäftigte. Diese mussten einen Schuldenbetrag von rund 30‘000 Franken für die Einreise in die Schweiz abarbeiten. Dabei wussten die meisten unter ihnen, dass sie in der Schweiz als Prostituierte arbeiten würden. Die Prostituierten hatten in der Regel 50 Prozent ihres Verdienstes an den oder die Salonbetreiber/in abzugeben und konnten nur mit den verbleibenden 50 Prozent ihre „Reiseschulden“ abbezahlen. So mussten sie total 60’000 Franken verdienen, um ihre Schulden zu tilgen. In mehreren dokumentierten Fällen mussten die Prostituierten sogar bis zu 90‘000 Franken erwirtschaften, bis sie etwas eigenes Geld behalten konnten.

Die Opfer stammten meist aus ärmlichen Verhältnissen in Thailand. Sie hatten in einigen Fällen einen sogenannten Darlehensvertrag unterzeichnen müssen, in dem sie eine allfällig vorhandene Liegenschaft in Thailand als Sicherheit verpfänden mussten. Zudem war die Hauptbeschuldigte bei ihrer Festnahme im Besitz von persönlichen Dokumenten von Opfern, beispielsweise von Ausweispapieren. Dazu kommt, dass sich die Opfer meist illegal in der Schweiz aufhielten und einer illegalen Tätigkeit nachgingen. Sie waren der örtlichen Sprachen nicht mächtig und hatten keine Ortskenntnisse. Die meisten Opfer sind in ihre Heimat zurückgekehrt und wollten sich nicht als Privatkläger/innen am Strafverfahren beteiligen. Ein Opfer, das sich am Strafverfahren beteiligt, verweilt derzeit noch in der Schweiz und wird in einer speziellen Einrichtung betreut.

Die Hauptbeschuldigte wird sich nun im Kanton Thurgau für 26 Opfer, in den Kantonen Bern, Solothurn, Luzern, Basel Stadt und Zürich für weitere 31 Opfer verantworten müssen. Weitere sechs beschuldigte Personen befinden sich teilweise noch in Untersuchungshaft. Bei ihnen handelt es sich um einen Schweizer, vier Thailänderinnen und einen Thailänder.

Hinweis

Für die bernische Kantonsregierung und die Kantonspolizei Bern hat die Bekämpfung des Menschenhandels hohe Priorität. Seit 2009 steht dabei insbesondere die Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung im Fokus und die Bestrebungen wurden intensiviert. Die umfangreichen Ermittlungsverfahren werden durch Spezialisten der Kriminalabteilung zusammen mit der verfahrensleitenden Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben Bern in enger Zusammenarbeit mit weiteren Diensten geführt.

Die Abklärungen sind häufig sehr umfangreich und komplex. Im Zentrum der Ermittlungen stehen zunächst immer die Prostituierten, welche Opfer der sexuellen Ausbeutung wurden. Hier arbeitet die Strafverfolgungsbehörde intensiv mit spezialisierten Organisationen zusammen. Es gilt die Prostituierten während und nach dem Verfahren zu betreuen und ihnen zur Seite zu stehen, haben die Opfer doch grosse Angst vor Repressalien und müssen ständig damit rechnen, dass ihnen oder ihren Familien in den Heimatländern wegen den Aussagen etwas zustossen könnte.

Die Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben untersucht Fälle, die sich aufgrund ihrer Besonderheiten nicht für die Untersuchung durch die örtlich zuständige regionale Staatsanwaltschaft eignen und nicht in den Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte fallen.

Quelle: kapoBE