Archiv für die Kategorie ‘Freiheitsberaubung’

Symbolbild: Rike  / pixelio.de

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Ein Limmattaler IT-Manager hat seine Ex-Freundin entführt und vergewaltigt. Vor Gericht beteuerte der Ökonom vergeblich seine Unschuld – er wurde zu einer teilbedingten Haftstrafe verurteilt.

Der heute 35-jährige IT-Manager hinterliess vor Gericht einen selbstsicheren Eindruck. «Wir wollten nur miteinander schlafen», erklärte der erfolgreiche Ökonom, der einen Jahresverdienst von 158’000 Euro nach Hause trägt. Hinzu kommen noch Boni in unbekannter Höhe. Er sei jedenfalls absolut unschuldig, bekräftigte er wiederholt und stellte seine Ex-Freundin als gewaltbereite und unberechenbare Person hin.

Anders sah es der zuständige Staatsanwalt, der dem Beschuldigten eine Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, Entführung, versuchte Nötigung und diverse weitere Delikte anlastete. Sein Strafantrag auf dreieinhalb Jahre Freiheitsstrafe unbedingt fiel dementsprechend hoch aus.

Die Anklage ging auf den 12. August 2010 zurück. Damals holte der Beschuldigte seine Ex-Freundin an ihrem Arbeitsplatz im Kanton Basel mit seinem Personenwagen ab, um ein angeblich kurzes Gespräch über das gemeinsame Kind zu führen.

Entführt und vergewaltigt

Fest steht, dass der Beschuldigte mit der Geschädigten losfuhr und sich plötzlich in Richtung Autobahn bewegte. Dann begab er sich an seinen Wohnort im Limmattal, wo er seine körperlich weit unterlegene Ex-Partnerin in seine Wohnung trug und sie für mehrere Stunden lang dort einsperrte.

Laut Anklage warf er sie plötzlich auf das Bett und zwang sie gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr. Nach der Vergewaltigung forderte er sie auf, ihren neuen Freund anzurufen und mit diesem die Beziehung zu beenden. Allerdings ohne Erfolg. Kurz darauf flüchtete die Frau auf den Balkon und schrie um Hilfe. Bis er sie packte und zurück in die Wohnung stiess. Erst danach liess der Beschuldigte die Geschädigte wieder frei. Worauf sie Strafanzeige erstattete und er danach 29 Tage in Untersuchungshaft verbrachte.

30 Monate teilbedingt

Der Verteidiger verlangte einen vollen Freispruch und machte eine Racheaktion der heutigen Privatklägerin geltend. Es habe sich dabei um das umstrittene Besuchsrecht für das gemeinsame Kind gehandelt. Auch sei eine Retourkutsche für ein früheres Fremdgehen seines Klienten denkbar, plädierte der Anwalt.

Zum Schluss obsiegte in weiten Teilen der Staatsanwalt. Das Gericht verurteilte den Beschuldigten in den meisten Anklagepunkten und setzte eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten fest. Sechs Monate davon soll der IT-Manager absitzen. Zudem soll er seiner Ex-Partnerin ein Schmerzensgeld von 10’000 Franken bezahlen.

Die Geschädigte habe übereinstimmende, plausible und glaubhafte Aussagen gemacht, erklärte der Vorsitzende Stephan Aeschbacher bei der Urteilseröffnung. Zudem habe die Privatklägerin ihr teilweise unvorteilhaftes Verhalten zugegeben. So habe sie beim Beschuldigten eine Vase zertrümmert und mit ihm noch einen Monat vor dem Vorfall freiwillig geschlafen. Obwohl sie schon damals mit dem neuen Freund zusammen gewesen sei. Nicht zuletzt habe eine Anwohnerin beobachtet, wie die Geschädigte auf dem Balkon um Hilfe geschrien habe.

Machtdemonstration als Tatmotiv

Das Gericht ortete pure Machtdemonstration als Tatmotiv. «Der Beschuldigte konnte sich mit der Trennung einfach nicht abfinden», brachte Aeschbacher den umstrittenen Fall auf den Punkt. Der bisher erfolgsverwöhnte Ökonom nahm den Entscheid sichtlich aufgebracht entgegen. Er musste vom Vorsitzenden Aeschbacher energisch zur Ruhe ermahnt werden. Er wird aller Voraussicht nach Berufung einlegen.

Quelle: 20min

BIld: 20min

BIld: 20min

Der 34-jährige Pablo S. soll ein 15-jähriges Mädchen übers Internet angelockt, sexuell missbraucht und entführt haben. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Knast und die Verwahrung.

Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat einen 34-jährigen Schweizer angeklagt, der im Januar 2011 ein damals 15-jähriges Mädchen über eine Internetplattform angelockt, sexuell missbraucht und entführt haben soll. Gefordert werden 7 Jahre Haft und eine ordentliche Verwahrung.

Angeklagt wurde der Mann wegen Freiheitsberaubung und Entführung, sexueller Handlungen mit Kindern, sexueller Nötigung und Vergewaltigung, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Er sei planmässig vorgegangen.

Der Schweizer sei geständig und befinde sich im vorzeitigen Strafvollzug, sagte Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Prozess werde vor dem Bezirksgericht Bremgarten stattfinden.

Der Fall hatte Anfang 2011 grosses Aufsehen erregt. Der vorbestrafte Mann hatte das damals 15-jährige Mädchen in seine Gewalt genommen, sexuell missbraucht und danach ins Tessin entführt.

Er hatte über eine als seriös geltende Internetplattform für Babysitting den Kontakt zum Opfer gesucht. Das Mädchen traf sich am Samstag, 22. Januar 2011, wie abgemacht mit dem Mann für ein Probe-Babysitting. Als das Mädchen danach nicht nach Hause kam, meldeten die Eltern ihre Tochter um Mitternacht als vermisst.

Opfer sass gefesselt auf dem Autorücksitz

Der Mann hatte das Opfer zuerst an seinem Wohnort in Wohlen AG gegen dessen Willen festgehalten und sexuell missbraucht, wie die Ermittlungen ergaben. Danach entführte er das Mädchen in einem Firmenauto ins Tessin. Das Opfer sass gefesselt auf dem Rücksitz.

Am Sonntag, kurz nach 18 Uhr, konnte die Polizei den Entführer in der Nähe von Avegno TI verhaften und das Opfer befreien. Er hatte sich mit dem Mädchen in einem Auto befunden. Er legte nach der Verhaftung ein Geständnis ab.

Die Polizei hatte erfahren, dass die Eltern des Entführers im Kanton Tessin einen Wohnwagen besassen. Die Tessiner Polizei fahndete intensiv nach dem Fahrzeug.

Opfer und Täter waren bereits vor dem ersten Treffen während längerer Zeit über das Internet in Kontakt gestanden. In E-Mails hatten sie gemäss Aargauer Polizei Informationen ausgetauscht.

Quelle: 20min

Zusammen mit einem Mafiaboss hat ein Rocker aus Thalwil einen Kokainkurier entführt, in einem Keller gefangen gehalten und gequält. Nun wurde er zu 3 Jahre und 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

Symbolbild: Rike  / pixelio.de

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Auch im Kanton Zürich herrschen bei der internationalen Drogenmafia raue Sitten. Diese zeigte ein Strafprozess gegen einen heute 48-jährigen Rocker-Typ aus Thalwil. Der Schweizer Staatsangehörige war massgeblich an einer brutalen Misshandlung gegen einen Drogenkuriers beteiligt. Der Transporteur wollte am 15. September 2007 im Auftrag eines italienischen Mafiabosses über den Flughafen Kloten rund 1,3 Kilogramm Kokain in die Schweiz einführen. Er hatte Pech und wurde mit dem «Schnee» von der Polizei erwischt.

«Wo ist das Kokain?»

Die Fahnder beschlagnahmten die harten Drogen und entliessen den Kurier noch am Tag seiner Verhaftung auf freien Fuss. Dieser telefonierte sogleich seinem Auftraggeber und schilderte, dass ihm die Polizei soeben die Drogen abgenommen hätte. Der Italiener glaubte ihm kein Wort und organsierte sogleich eine Strafaktion, um den Verbleib des Kokains herauszufinden.
Dabei heuerte er einen Rocker aus Thalwil als Schläger an. Bereits am nächsten Tag sperrte das Duo den Kurier in Zürich in ein Auto ein und entführte ihn mit einem Plastiksack auf dem Kopf in ein Waldstück. In der Folge stellten die beiden Männer ihrem Opfer immer wieder dieselbe Frage: «Wo ist das Kokain?»

Bedroht, geschlagen und gequält

Die Anklageschrift schilderte, wie die Täter den Gefangenen nach Oberwil-Lieli entführten und dort zuerst in einem Zelt und danach in einem Keller unterbrachten. Dabei traktierten sie ihn mit Schlägen und bedrohten ihn massiv. Dabei hielt ihm der Rocker eine Schusswaffe in den Mund und fragte ihn, ob er sterben wolle. Dann musste das Opfer im Keller übernachten und wurde am nächsten Morgen wieder geschlagen. Diesmal auch mit einer Gitarre, sowie mit einer Gartenkralle und mit Fusstritten gegen den Rücken. Zudem quälte ihn der Boss mit einem Elektroschockgerät, das er gegen dessen Halsschlagader und Nacken einsetzte.

6 Jahre Freiheitsentzug verlangt

Die beiden Täter gaben erst auf, als sie mit dem Kurier am Nachmittag zu seiner Rechtsanwältin nach Zürich fuhren. Als die Juristin bestätigte, dass die Polizei die Drogen tatsächlich beschlagnahmt hatte, liessen sie den Geschädigten wieder gehen. Dieser erstattete drei Jahre später im Verlauf von weiteren Ermittlungen Anzeige gegen seine Peiniger.

Der zuständige Staatsanwalt verlangte für den Thalwiler eine hohe Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Nicht nur wegen Entführung und Nötigung, sondern auch wegen Drogendelikten. Die Verteidigung setzte sich mit zwei Jahren auf Bewährung für eine erheblich mildere Sanktion ein.

Erhebliche kriminelle Energie

Das Gericht sprach von ganz schlimmen Vorgängen und einer erheblichen kriminellen Energie des Thalwilers. Es setzte wegen Freiheitsberaubung und weiteren Delikten eine unbedingte Freiheitsstrafe von 40 Monaten fest. Zur Strafsenkung kam es, da das Gericht den Beschuldigten nicht als Drahtzieher betrachtete. Dieser soll sich nächste Woche vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten.

Quelle: 20min

Sie quälten, dealten, erpressten – jetzt sitzt die Islamisten-Gang in Haft!

Bild: blick.ch

Bild: blick.ch

Wie ein Model posiert Damir A.* (23) in der Uniform der Schweizer Füsiliere. Aber eigentlich schlägt sein Herz für eine ganz andere Armee. Die Gotteskrieger, die Mudschahedin, die ihr Leben im Kampf für Allah lassen.

So schreibt der Schweizer mit bosnischen Wurzeln denn auch unter seine RS-Bilder: «Bosnien wird für immer mein Land sein. Ich klaue nur ihr Wissen, dann nehme ich es nach Bosnien mit.»

Auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht Damir A. Gedichte: «Ein Bittgebet für alle Brüder, die im Krieg gestorben sind und die nie die ersten Schritte ihrer Kinder sehen konnten», schreibt er. «Jetzt beginnt der Weg des Glaubens.»

Damir A., so glaubt die Neuenburger Staatsanwaltschaft, gehört zu einer kriminellen Bande, wie es sie in der Schweiz noch nicht gab.

Islamisten, die ihre Opfer erpressten, quälten, einschüchterten. Die versuchten, für den Islam zu missionieren. Die in der Region Le Locle und La-Chaux-de-Fonds den Marihuana-Handel an sich rissen und kontrollierten.

Drei junge Männer sind noch in Untersuchungshaft. Damir A., Issa J.* (24), Hares A.* (24).

«Es ist besorgniserregend»

Dem Schweizer, dem Tschetschenen und dem Afghanen werden Hehlerei, Nötigung, Freiheitsberaubung, Erpressung, Körperverletzung, Drogendelikte vorgeworfen. «In meiner Karriere als Staatsanwalt habe ich solch systematische Erpressungsmethoden noch nicht erlebt», sagt Nicolas Feuz. «Es ist besorgniserregend.»

Schon 2008 beginnt die Bande mit ihren kriminellen Aktivitäten. Sie nennt sich Jamahat. Nimmt auch einen Rap auf. «Es geht immer darum, wo man das verdammte Geld holen kann», heisst es in dem Sprechgesang. «Wir intrigieren und betrügen.» Und: «Wenn wir das tun, dann nur, um unsere eigenen Mittel zu haben.»

Immer weiter bauen sie ihr kriminelles Netz aus. Issa führt die Bande an. Damir und Hares sind seine beiden «Leutnants», so Staatsanwalt Feuz. Zuletzt zählt die Gang, die sich dem radikalen Islam verschrieben hat, mindestens 15 Mitglieder.

«Hares hat mich gezwungen, zwei Handy-Abos abzuschliessen – für je 200 Franken im Monat», sagt ein Opfer (19), das anonym bleiben will. Die Handys, die er dafür bekam, verkaufte die Gang weiter.

«Mich haben sie in einen Keller entführt», sagt ein anderer junger Mann (20). Er musste Drogen für die Gang verkaufen. «Sie haben mich an einen Stuhl gefesselt, Issa hat mich verprügelt.»

Über 30 Opfer bereits bekannt

Bild: blick.ch

Bild: blick.ch

Bis jetzt gibt es über 30 Opfer. Die Polizei sucht nach weiteren Geprellten und nach einer Höhle in der Region, wo der Clan eine Marihuana-Plantage unterhält.

Issa kam als Flüchtling in die Schweiz. «Er glaubt fest an den Islam», sagt ein Mitglied von Jamahat. «Stundenlang hat er uns erzählt, wie toll seine Religion ist. Praktisch jeder bei uns ist Muslim. Issa hat uns gezeigt, dass Allah gross ist.»

Die Tante von Hares A. glaubt nicht, dass ihr Ziehsohn gläubig ist. «Wenn er es wäre, hätte er all diese Dinge nie getan», sagt sie. Mit zwölf Jahren sei er zu ihr in die Schweiz gekommen. «Er hat seinen Vater im Krieg verloren. Er war immer schwierig, hat nie auf mich gehört.» In den letzten Jahren hat sie ihn kaum gesehen. «Er hat versucht, vor uns zu verbergen, was er so macht.»

Und auch der gebürtige Bosnier Damir A. hat ein gestörtes Verhältnis zu seiner Familie. «Er hat uns nur Probleme gemacht, ständig war die Polizei bei uns», sagt sein Vater.

Zuletzt waren Polizisten am Montag, 26. November bei Familie A. «Sie holten Damirs Sturmgewehr ab», sagt ein Nachbar. «Die Mutter übergab es an zwei Beamte.»

Quelle: blick.ch

Am 08.10.2012, im Verlauf des Morgens, wurde ein 33- jähriger Schweizer im Kleinbasel Opfer einer Freiheitsberaubung und anschliessend in Frankreich ausgeraubt. Dabei wurde er verletzt. 

(Symbolbild)

Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass das spätere Opfer von einem Mann, welchem es zuvor im Restaurant „Rhylounge“ begegnet war, in der Rheingasse angesprochen wurde. Dieser erkundigte sich, in welche Richtung er fahren müsse, um nach Frankreich zu gelangen. Als der 33- Jährige den Weg beschrieb, erkundigte sich der Mann, wohin er gehen müsse. Als er sagte, er müsse zum Bahnhof SBB fahren, bot ihm der Andere an, ihn ein Stück weit in seinem Auto mitzunehmen.

Kurz nachdem der 33- Jährige in das beim Rappoltshof parkierte Fahrzeug eingestiegen war, erhielt er einen Schlag von hinten, woraufhin er das Bewusstsein verlor. Erst an einem unbekannten Ort im Elsass kam er wieder zur Besinnung und wurde auf einem Feldweg von dem Fahrer und zwei weiteren Männern misshandelt und ausgeraubt. Die Täter flüchteten in unbekannte Richtung. Das Opfer wurde später aufgefunden und durch die Sanität in ein französisches Spital eingewiesen. Anschliessend erstattet es bei der französischen Polizei und der Polizei in Basel Anzeige.

Gesucht werden: 

Unbekannter (Fahrer des Fahrzeuges), ca. 30-35 Jahre alt, ca. 175 cm gross, mittlere Statur, sportlicher Typ, ca. 80 kg schwer, gepflegte Erscheinung, kurze, glatte dunkelbraun/schwarze Haare, braune Augen, trug sportliche Bekleidung, helle Jeans, T-Shirt mit einer Jacke, helle Turnschuhe.

Über die beiden anderen Täter liegt kein Signalement vor. Die Männer sprachen Französisch und Arabisch und es fielen die Namen „Mocktar“, „Momo“ und „Rashid“. Gemäss Angaben des Opfers handelt es sich bei den Angreifern um Nordafrikaner.

Die Täter fuhren einen blauen bzw. grünen Peugeot 206 bzw. 306 mit französischen Kontrollschildern und mit hinten abgedunkelten Scheiben.

Die weiteren Ermittlungen erfolgen in Zusammenarbeit mit den französischen Behörden.

Personen, die sachdienliche Hinweise zu dieser Tat geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Basel-Stadt, Tel. 061 267 71 11, oder mit der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen. 

Weitere Auskünfte 
Peter Gill, Telefon +41 (0)61 267 73 47
Kriminalkommissär, Chef Medien und Information

Quelle: kapoBS