Archiv für die Kategorie ‘Bestechung’

Bild: 20min

Bild: 20min

Nach einer Razzia im Zürcher Sex-Club Chillis am Montagabend wurden fünf Stadtpolizisten festgenommen. Sie stehen im Verdacht, bestechlich zu sein.

Im Zürcher Club Chillis beim berüchtigten Bermudadreieck haben die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft am Montagabend eine Razzia durchgeführt. Der Inhaber und mehrere Angestellte des Clubs wurden gemäss einer Mitteilung kontrolliert. Insgesamt wurden neun Personen verhaftet, da sie im Verdacht stehen, Kreditkartenmissbräuche zum Nachteil von Gästen und Freiern begangen zu haben.

In Zusammenhang mit der Razzia wurden am Dienstagmorgen weitere Hausdurchsuchungen durchgeführt und sogar fünf Mitarbeiter der Stadtpolizei Zürich verhaftet. Die festgenommenen Personen der Fachgruppe Milieu/Sexualdelikten werden verdächtigt, sich bestochen lassen und der Begünstigung, des Amtsmissbrauchs und weiteren Delikten schuldig gemacht zu haben. Die Hinweise, die zu diesen Verhaftungen führten, seien von der Stadtpolizei selber gekommen, wie es bei der Kantonspolizei heisst. Laut Oberstaatsanwaltschaft Zürich steht noch nicht fest, für wie viele Personen ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt wird.

«Einen ähnlichen Fall gab es bei der Stadtpolizei noch nie»

«Es wäre ein Gau, falls sich die Bestechungsvorwürfe gegen die fünf Polizisten erhärten», so Werner Karlen, Präsident des Stadtzürcher Polizeiverbands. Einen derartigen Fall habe es bei der Stadtpolizei noch nie gegeben: «Ich erinnere mich, dass es zuletzt zu Lettenzeiten in den 1990ern ähnliche Straftaten gegeben hat – allerdings verstiessen nur einzelne Polizisten gegen das Gesetz», so Karlen. Im Vergleich zum Ausland sei Korruption bei der Schweizer Polizei äusserst selten: «Unsere Polizisten verdienen genug – sie müssen sich nicht auf diese Weise den Lohn aufbessern.»

Auch im Rotlichtmilieu wirft die Razzia hohe Wellen: «Ich habe gesehen, wie die Beamten schachtelweise Beweismaterial herausgetragen haben», sagt ein Kenner und fügt an: «Man munkelt ja schon länger, dass im Chillis krumme Dinge laufen.» Der Inhaber, ein algerischer Familienvater mit Haar-Rossschwanz als Markenzeichen, habe nicht den besten Ruf und sei ein Schlitzohr. «Dabei wollte er nun Schweizer werden.» Laut dem Kenner arbeiten im Chillis vorwiegend Frauen aus der Dominikanischen Republik.

«Grossaktionen machen mich stutzig»

Milieuanwalt Valentin Landmann wird einen der fünf verhafteten Stadtpolizisten verteidigen: «Ich kenne die genauen Vorwürfe noch nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass mein Mandant schuldig ist», bestätigt er eine Meldung von Tages-Anzeiger.ch Der Mann sei sehr gewissenhaft und erfahren. «Gewiss muss ein Polizist, der im Milieu arbeitet, mehr Nähe zu den Leuten haben als in anderen Bereichen – trotzdem gibt es Grenzen.» Es sei deshalb richtig, dass bei Verdacht im Polizeiumfeld genau so hart ermittelt werde wie bei anderen Personen. Landmann: «Insgesamt machen mich solche Grossaktionen wie diese Razzia aber eher stutzig.»

Wie Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, ist der Fall dank verschiedener Hinweise ins Rollen gekommen. «Als sich im Zuge der internen Vorermittlungen der Verdacht erhärtete, haben wir die Staatsanwaltschaft informiert.» Aus Rücksicht auf das eben erst eingeleitete Verfahren erteilte die Oberstaatsanwaltschaft keine weiteren Informationen. Am Mittwochnachmittag will sie jedoch weitere Angaben zum Fall machen.

Quelle: 20min

Advertisements
(Symbolbild)

(Symbolbild)

Ein Projektleiter des Zürcher Hochbauamtes hat einem Bauunternehmer jahrelang Aufträge in Millionenhöhe zugeschanzt und im Gegenzug sein Auto aufmöbeln lassen. Nun wurden beide Männer wegen Bestechung zu hohen, aber noch bedingten Geldstrafe von 96’000 Franken beziehungsweise 30’000 Franken verurteilt.

Der heute 47-jährige Architekt und frühere Projektleiter im Zürcher Hochbauamt (HBA) vergab zwischen März 1997 und Juli 2009 zahlreiche Aufträge an verschiedene Bauunternehmen. Es handelte sich dabei um Fassadenrenovationen, Isolations- und Gipsarbeiten.

Die Karriere des langjährigen Chefbeamten endete dann am 7. Juli 2009 abrupt. Er wurde von der Polizei in Untersuchungshaft genommen. Dort erhielt er die fristlose Kündigung des HBA.

Ausgerechnet die Ehefrau des Kadermannes hatte diesen im Rahmen einer Kampfscheidung bei den Behörden angezeigt. Die Frau behauptete dabei, dass ihr Noch-Ehemann mittels gefälschter Rechnungen einen Millionenschaden angerichtet habe.

Die Staatsanwaltschaft leitete eine umfangreiche Strafuntersuchung ein. Auch gegen einen heute 69-jährigen Bauunternehmer, der vom Kaderbeamten nicht weniger als 148 Vergütungen für insgesamt über 2,8 Millionen Franken erhalten hatte.

Luxusfahrzeug jahrelang aufgemöbelt

Die Staatsanwaltschaft berichtete, dass sich der begünstigte Bauunternehmer auch erkenntlich zeigte, indem er über vier Jahre lang die Wartung des Luxusfahrzeugs des HBA-Leiters finanzierte. Der eingeklagte Deliktsbetrag für die Bestechung betrug laut Anklage rund 21’500 Franken.

Die zuständige Staatsanwältin lastete dem Ex-Beamten Sich-bestechen-Lassen, dem millionenschweren Bauunternehmer Bestechen an. Sie forderte hohe Geldstrafen und Bussen. 210 Tagessätze zu 70 Franken bedingt sowie 2000 Franken Busse für den früheren Magistraten, 180 Tagessätze zu 700 Franken bedingt sowie 10’000 Franken Busse für den freien Unternehmer.

Die Verteidiger verlangten mangels Beweisen Freisprüche. Der Ex-Beamte hatte in der Untersuchung eingestanden, dass er zwar ein administrativer Chaot gewesen sei, aber nichts Unrechtes getan habe. Auch der zweite Beschuldigte hatte seine Unschuld beteuert und von üblichen Gegenleistungen gesprochen.

Zu enge Beziehungen

Das Gericht folgte am Ende der Anklage. Es befand beide Schweizer für schuldig und verurteilte sie zu hohen, aber noch bedingte Geldstrafen. Der Ex-Beamte erhielt mit 300 Tagessätzen zu 100 Franken insgesamt 30’000 Franken aufgebrummt.

Der mitbeschuldigte Multimillionär muss mit 240 Tagessätzen zu 400 Franken sogar 96’000 Franken berappen. Dies, obwohl das Gericht die kriminelle Energie des früheren HBA-Chefs als erheblich grösser einstufte.

Quelle: blick

Heute Nachmittag fiel das Urteil gegen Daniel Gloor, den ehemaligen Anlagechef der Pensionskasse BVK.

Bild: blick.ch

Das Zürcher Bezirksgericht hat den Ex-BVK-Anlagechef Daniel Gloor heute zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten verurteilt. Er wurde noch im Gerichtssaal von der Polizei verhaftet.

Aufgrund des Urteils bestehe grosse Fluchtgefahr, sagte der Gerichtsvorsitzende. Der Verurteilte habe schlechte persönliche und berufliche Aussichten, alle seine Freunde verloren und es sei für ihn schwierig, in der Schweiz eine Stelle zu finden.

Zudem wisse das Gericht nicht, ob Gloor noch irgendwo Geld «gebunkert» habe – beispielsweise in Peru, dem Heimatland seiner Ehefrau. Gloor sei nicht einsichtig und zeige keine Reue. Der Anreiz zu flüchten, sei daher gross.

185 Tage bereits abgesessen

Gloor wurde wegen mehrfacher Bestechung, mehrfacher ungetreuer Amtsführung, Geldwäscherei und Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig gesprochen. 185 Tage seiner Strafe hat er bereits abgesessen. Dem Kanton muss Gloor eine halbe Million Franken zurückzahlen plus den Erlös aus dem Verkaufseines Ferienhauses in Südfrankreich.

Der 57-jährige ehemalige Anlagechef der Beamten-Pensionskasse des Kantons Zürich (BVK) hatte Schmiergeld von 1,7 Millionen Franken angenommen. Die Staatsanwaltschaft hatte für Gloor eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine teilbedingte Strafe von 30 Monaten.

Freiheitsstrafen für vier Mitangeklagte

Von den fünf Mitangeklagten, die Gloor Geschenke und Geld zukommen liessen und dafür im Gegenzug Vermögensverwaltungsmandate zugeschanzt erhielten, wurde einer freigesprochen. Das Gericht begründete den Freispruch damit, dass die dem Angeklagten vorgeworfenen Vergehen verjährt seien.

Zwei der Mitangeklagten erhielten je zweieinhalb Jahre Freiheitsstrafe, 18 Monate davon bedingt und 12 Monate unbedingt. Die unbedingte Strafe können sie in Halbgefangenschaft verbüssen. Die beiden anderen Mitangeklagten erhielten bedingte Freiheitsstrafen von 14 und 15 Monaten.

Quelle: blick

Il Ministero Pubblico e la Polizia cantonale comunicano che ieri, mercoledì 17 ottobre 2012, nell’ambito di un’inchiesta legata alla „Movida“ luganese, sono state arrestate due persone.

(Symbolbild)

Si tratta di un 45enne cittadino straniero domiciliato nel luganese, titolare di diversi locali notturni di Lugano, di un 47enne cittadino straniero domiciliato nel luganese, responsabile del marketing del Casinò di Lugano e socio azionista della annessa discoteca.

Una 30enne cittadina svizzera domiciliata nel Luganese. è stata fermata e successivamente rilasciata.

Ai due arrestati sono contestati diversi reati di natura finanziarie e meglio:

truffa, appropriazione indebita, amministrazione infedele,bancarotta fraudolenta e frode nel pignoramento, diminuzione dell’attivo in danno dei creditori, cattiva gestione, falsità in documenti, impiego di stranieri sprovvisti di permesso, frode fiscale, e diverse infrazioni per il mancato versamento degli oneri sociali (infrazione alla LAVS, infrazione alla LAINF, infrazione alla LPGA, infrazione alla LAI).

Ai due uomini vengo inoltre contestati i reati di sequestro di persona, coazione, lesioni gravi o semplici, omissione di soccorso e favoreggiamento.

L’inchiesta, che vede coinvolte diverse altre persone, tra cui addetti alla sicurezza dei locali facenti capo al 45enne, è collegata ad un’operazione di polizia sfociata il 26 giugno 2012 nell’arresto di un 39enne cittadino straniero.

L’inchiesta è coordinata dal Procuratore generale John Noseda e dal Procuratore Pubblico Nicola Respini ed affidata al Commissariato di Lugano ed alla Sezione Reati Finanziari (REF) della Polizia giudiziaria.

Sulla loro carcerazione preventiva dovrà ora esprimersi il giudice dei provvedimenti coercitivi.

Quelle: kapoTI

Der Gemeindepräsident der Tessiner Gemeinde Bissone ist festgenommen worden. Ludwig Grosa (Partei „Nuova Bissone“) werden Erpressung, Verleumdung, falsche Anschuldigungen, Zwang, Amtsmissbrauch, passive Bestechung und ungetreue Amtsführung vorgeworfen.

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Es gehe dabei vor allem um finanzielle Angelegenheiten, sagte ein Sprecher der Tessiner Staatsanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht, dass sich der Gemeindepräsident illegal bereichert habe, indem er seine Position innerhalb der Verwaltung ausgenutzt habe. Unter anderem soll er Bestechungsgelder angenommen haben.

Weitere Details wollte die Behörde zu diesem Zeitpunkt aber nicht bekanntgeben. Wie lange Grosa in Haft bleiben müsse, werde noch vom Zwangsmassnahmengericht entschieden, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

Der Fall sei ungewöhnlich, hiess es weiter. Im Tessin sei zum letzten Mal vor über 20 Jahren ein Gemeindepräsident wegen Delikten im Zusammenhang mit seiner Amtstätigkeit festgenommen worden. Damals vergriff sich der „Sindaco“ von Bedano an Geldern aus der Staatskasse.

Nicht konfliktscheu

Ludwig Grosa ist seit 2004 Gemeindepräsident von Bissone. Einen Namen machte er sich im Südkanton vor allem durch seinen Widerstand gegen die inzwischen gebauten Lärmschutzwände entlang der Autobahn A2. Die Gemeinde Bissone liegt am östlichen Ende des Dammes von Melide, über den die A2 führt.

Als konfliktscheu gilt er nicht. Schlagzeilen machte er lokal unter anderem mit seinem Protest gegen die Schliessung eines Parkplatzes nahe der A2. Er drohte im Sommer damit, die Autobahn zu blockieren, sollte das Bundesamt für Strassen den Parkplatz nicht der Gemeinde zur Verfügung stellen.

Für Aufruhr sorgte Grosa nach den letzten Kommunalwahlen zudem mit einem vorläufigen Kündigungsschreiben für mehrere Gemeindemitarbeiter. Wegen der fehlenden Rechtsbasis wurde die Angelegenheit aber rückgängig gemacht.

Zuletzt häuften sich Meldungen über Proteste innerhalb des Gemeinderats von Bissone. Politische Gegner von Ludwig Grosa kritisierten, bei gewissen Entscheidungen übergangen worden zu sein.

Quelle: volksblatt.li