Archiv für die Kategorie ‘Serbien’

Bild: google map

Bild: google map

In Genf wird eine junge Frau vermisst – sie hat einen Sexualstraftäter vom Gefängnis von Gorgier NE abgeholt und wurde seither nicht mehr gesehen.

In der Westschweiz sorgt eine Vermisstmeldung für neue Unruhe: Ein Paar aus dem grenznahen Annemasse (F) bei Genf hat am Samstag Alarm geschlagen, weil ihre junge Mieterin nach einem Treffen mit einem Gefängnisinsassen nicht nach Hause gekommen ist. Wie «20 minutes» berichtet, hatte die Serbin den Mann über eine Dating-Website im Internet kennengelernt

Der ebenfalls serbische Straftäter hat wegen Vergewaltigung eine Haftstrafe im Gefängnis von Gorgier NE verbüsst. Letzten Samstag soll er aus der Haft entlassen worden sein. Danach traf er sich im Raum Genf mit der jungen Frau. Von ihr fehlt seither jede Spur. Auf Handyanrufe reagiert sie nicht.

Genfer Polizei eröffnet Untersuchung

Die Kriminalpolizei Annecy (F) hat diese Woche erste Ermittlungen aufgenommen. «Das Verschwinden beunruhigt uns, weil wir es mit einem Vergewaltiger zu tun haben», sagt ein Polizist der französischen Polizei. Als man gemerkt habe, dass sich die Ereignisse in der Schweiz abspielen, sei der Fall an die dortigen Kollegen übergeben worden.

Ob die zwei Serben sich in ihrer Verliebtheit von der Aussenwelt abkapseln wollten oder ob der verurteilte Vergewaltiger in der jungen Frau schon sein nächstes Opfer gefunden hat – darüber will die Genfer Polizei nicht spekulieren. «Wir versuchen mit allen Mitteln, die vermisste Frau zu finden. Eine Untersuchung wurde eröffnet», so der einzige Kommentar von Henri Della Casa, Sprecher der Staatsanwaltschaft Genf.

Quelle: 20min

________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________

NACHTRAG:

Vermisste Frau meldet sich bei Freiburger Behörden

Die Frau, die nach einem Treffen mit einem Ex-Häftling vermisst worden war, hat sich bei den Freiburger Behörden gemeldet. Sie erklärte, sie sei dem Mann aus freien Stücken gefolgt.

Der 34-jährige Serbe war vergangene Woche aus einem Neuenburger Gefängnis entlassen worden, nachdem er seine Strafe wegen Vergewaltigung zu drei Vierteln abgesessen hatte. Am Wochenende wurde dann eine 41-jährige Frau, die er auf einer Dating-Plattform kennengelernt hatte, vermisst gemeldet.

Am Dienstag meldete sich der Ex-Häftling beim Amt für Strafvollzug des Kantons Freiburg, dem er untersteht. Er gab an, sich mit der Frau zusammen in Serbien zu befinden. Dies bestätigte die Frau nun gegenüber den Freiburger Behörden. Die Untersuchung konnte damit abgeschlossen werden.

Quelle: blick

Advertisements

Drei Insassen des Untersuchungsgefängnisses Waaghof ist eine spektakuläre Fluchtgelungen. Die Polizei hat Fahndungsfotos veröffentlicht.

Eigentlich hätten die drei Häftlinge gestern Nachmittag die Kleider ihrer Mitinsassen waschen sollen. Doch als die Wärter die Knackis gegen 17.30 Uhr aus der Waschküche abholen wollten, waren diese bereits getürmt.

Die Männer gelangten über einen Lüftungsschacht zur Wand eines Nachbarhauses. Diese durchbrachen sie und landeten in einer Wohnung an der Inneren Margarethenstrasse 24a. Von dort erreichten sie das Freie. Die Bewohner waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause.

«Die Männer müssen ihre Flucht über Wochen geplant haben», sagt Klaus Mannhart von der Polizei. Das Werkzeug, mit dem die Männer die Wand durchbohrten, habe man noch nicht gefunden. Die Wand hätte zudem mit einem elektronischen Alarmsystem gesichert sein müssen. «Dieses hat offenbar versagt», so Mannhart.

Dass sich die Häftlinge überhaupt unbeaufsichtigt in der Waschküche aufhalten konnten, hing mit ihrem Status als «Kalfaktoren» zusammen. «Das sind Insassen, die sich während längerer Zeit bewähren und als zuverlässig gelten. Solche Häftlinge helfen dann in der Küche oder eben in der Wäscherei.»

Fahndunsgaufruf

Bei den drei Männern handelt es sich um zwei Serben und einen Slowenen.

Bojan Strle (33) ist 176 cm gross, schlank, hellbraune, glatte Haare und braun-grüne Augen.

Nebojsa Gicic (37) ist 173 cm gross, von mittlerer Statur und mit rechteckiger Gesichtsform, dunkelbraune, glatte Haare, braune Augen.

Dejan Vipic (37) ist 185 cm gross, schlank, rechteckige Gesichtsform, mittelbraune, glatte Haare, braune Augen.

Alle drei sitzen seit einigen Monaten wegen Raub- beziehungsweise Drogendelikten in Untersuchungshaft, heisst es in einer Polizeimitteilung.

Ausbrecher Dejan Vipic – KapoBS

Fahndungsfoto von Nebojsa Gicic – KapoBS

Fahndungsfoto Bojan Strle – KapoBS

Fünfter Ausbruch innert 17 Jahren

Beim jetzigen Ausbruch handelt es sich um den fünften in den 17 Jahren seit der Inbetriebnahme des Waaghofs. «Ein zu 100 Prozent ausbruchsicheres Gefängnis gibt es nicht», sagt Mannhart. «Wir befinden uns mitten in der Stadt und können das Gebäude nicht richtig einzäunen. Zudem sind unsere Bewohner teilweise sehr kreativ. Sie haben ja den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als darüber nachzudenken, wie sie hier rauskommen könnten.»

Gemäss Mannhart habe die Polizei bis jetzt jeden Ausbrecher früher oder später wieder eingefangen.

Quelle: blick

_____________________________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________________________
_____________________________________________________________________________________________

NACHTRAG:

Zweiter Untersuchungshäftling nach Waaghofausbruch gefasst

Am 19.08.2012 flüchteten drei Insassen des Untersuchungsgefängnisses Waaghof, indem sie von einem der Wasch- und Duschräume eine Mauer in eine Nachbarsliegenschaft durchbrachen (siehe Medienmitteilung des JSD vom 19.08.2012). Am 27.08.2012 stellte sich ein 37-jähriger Serbe bei der Polizei in Basel (siehe Medienmitteilungen des JSD vom 27.08.2012). 

Von den beiden international ausgeschriebenen Flüchtigen konnte im November 2012 der zweite, ein 33-jähriger Slowene, in Serbien festgenommen werden.

Die Staatsanwaltschaft veranlasste daraufhin via Bundesamt für Justiz in Bern ein Gesuch um Auslieferung an die Republik Serbien, welchem zwischenzeitlichen von den serbischen Behörden stattgegeben wurde. Die Auslieferung bzw. Rückführung des Festgenommenen nach Basel erfolgte am 07.02.2013.

Die Kriminalpolizei klärt weiterhin ab, welche Vorbereitungen die Entwichenen getroffen haben, um aus dem Untersuchungsgefängnis fliehen zu können.

Nach wie vor flüchtig ist ein 37– jähriger Serbe.

Weitere Auskünfte
Peter Gill, Tel. +41 61 267 73 47
Kriminalkommissär
Chef Medien und Information

Quelle: kapoBS