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Die Bundesbahnen stellen vermehrt Tätlichkeiten gegen Zugspersonal und Reisende fest. Es wurden auch mehr Diebstähle gemeldet.

(Symbolbild)

Gemäss dem «Sonntagsblick» nehmen Gewalt und Diebstähle in Zügen und an Bahnhöfen massiv zu. Die Zeitung beruft sich bei ihrem Bericht auf ein internes Papier der SBB-Konzernleitung.

Tätlichkeiten gegen das Zugspersonal hätten demnach im ersten Halbjahr 2012 um 22 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode zugenommen: 110 Angestellte der SBB seien angegriffen worden, 539 bedroht – das entspricht einer Zunahme von 32 Prozent.

Immer häufiger seien zudem auch Zugreisende Opfer von Gewalt. 106 Leute wurden im ersten Halbjahr 2012 attackiert, in der Vorjahresperiode waren es 47. Diebstähle sind die am häufigsten gemeldeten Vorfälle bei der SBB. 816 Personen waren im ersten Halbjahr Opfer von Taschendieben und Räubern – das sind 80 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Ausbau der Sicherheit

«Es stimmt, im letzten Semester haben Tätlichkeiten zugenommen», bestätigt SBB-Sprecherin Lea Meyer die Negativ-Tendenz gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. «Gesellschaftliche Entwicklungen machen nicht vor Zugstüren halt. Das Sicherheitsniveau bei der SBB entwickelt sich parallel zu jenem der Kantone und Städte.»

Zu den konkreten Zahlen möchte Lea Meyer sich allerdings nicht äussern. Der zitierte Bericht sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht für die Öffentlichkeit gedacht gewesen. «Die SBB wird untersuchen, wie das Papier an den ‹Sonntagsblick› gelangte. »

Die SBB nehme das Thema Sicherheit ernst, es seien bereits Massnahmen geplant. «Zum Beispiel der Ausbau der Präventionsarbeit und der Videoüberwachung sowie der Aufbau der Doppelbegleitung in Fernverkehrszügen», so Meyer. Die SBB investieren jährlich 37 Millionen in die Sicherheit.

Quelle: tagesanzeiger