Archiv für die Kategorie ‘Tschetschenien’

Bild: 20min

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Ein Teil der zehnköpfigen Jugendbande, die in Zürich 38 Personen auf offener Strasse überfallen hat – darunter zwei Angehörige der JUSO – wurde zu Arbeitserziehung und mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Gerichtspräsident Roger Weber sprach am Strafprozess unverhohlen von einer «Statistik des Grauens». Tatsächlich ist die Bilanz der zehnköpfigen Jugendbande aus dem Kanton Aargau erschreckend eindrücklich ausgefallen. Zwischen Mitte Oktober und dem 18. Dezember 2011 verübte sie in Zürich innerhalb von nur zwei Monaten 21 Raubüberfälle auf offener Strasse. Dabei fielen die Täter in wechselnder Zusammensetzung jeweils zu später Stunde über insgesamt 38 Opfer her. 14 davon wurden durch Faustschläge ins Gesicht oder Fusstritte verletzt. Die Angreifer setzten auch Schlagstöcke und Messer ein. Ein Geschädigter erlitt Stichverletzungen an der linken Hand und am linken Oberschenkel.

Zu den Opfern zählten auch zwei JUSO-Angehörige. Die Zürcher Co-Präsidentin Ursula Näf (22) und Fabian Molina (22) wurden am 22. Oktober 2011 nach einer Wahlparty im Kreis 5 von den kriminellen «Party-Touristen» mit einem Messer bedroht und ausgenommen. Die Räuber nahmen dem Jungpolitiker Molina sein Handy und 50 Franken ab. Auffällig war, dass die Bande insgesamt nur magere Beute machte. Meistens Mobiltelefone und Bargeld in bescheidener Höhe.

Gewaltbereiter Tschetschene als Anführer

Während sechs Beschuldigte von der Jugendanwaltschaft beurteilt werden, mussten sich am Dienstag vier Täter vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Auch der heute 20-jährige Anführer, der am 22. Dezember 2011 von der Polizei festgenommen wurde und seither im Gefängnis sitzt. Der in Baden wohnhafte Tschetschene war an allen 21 Ueberfällen beteiligt und hatte nicht nur wiederholt seine Fäuste, sondern auch ein Messer als Waffe eingesetzt.

Er war der einzige Räuber, der einen Personenwagen besass und gezielt Zürich als Jagdrevier für seine Bande ausgesucht hatte. Vor den Schranken gab er finanzielle Engpässe als Tatmotiv an.

Bis zu fünf Jahre Knast gefordert

Der zuständige Staatsanwalt Pascal Gossner forderte für den Chef wegen bandenmässigen Raubes eine hohe Freiheitsstrafe von fünf Jahren. Für einen heute 20-jähigen Handwerker aus Windisch für sieben Raubtaten drei Jahre teilbedingt. Ein Jahr davon sollte der Schweizer Staatsangehörige serbischer Herkunft absitzen. Zwei Türken aus Schafisheim und Schönenwerd sollten für je fünf Ueberfälle teilbedingte Freiheitsstrafen von je zweieinhalb Jahren erhalten. Die beiden Männer im Alter von 21 und 19 Jahren müssten je sechs Monate davon verbüssen.

Die Verteidiger plädierten dagegen für erheblich mildere Sanktionen. Sie verwiesen nicht nur auf die Geständnisse, sondern auch auf das unreife Alter ihrer reumütigen Klienten. Der Hauptbeschuldigte sollte nur drei Jahre Freiheitsentzug und aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens eine stationäre Massnahme für junge Erwachsene erhalten. Die restlichen Anwälte setzten sich wegen Gehilfenschaft für bedingte Freiheitsstrafen zwischen einem und zwei Jahren ein. Diese drei Beschuldigten sind wieder in der Freiheit und wollen gemäss Verteidigung ein neues Leben beginnen. Sie seien bloss Mitläufer gewesen, sagten die Verteiddiger.

Letzte Chance für Rädelsführer

Das Gericht kam zu umfassenden Schuldsprüchen und legte für den Rädelsführer eine hohe Freiheitsstrafe von fünf Jahren fest. Allerdings gab es ihm eine letzte Chance in der Form einer Arbeitserziehung. So will der russische Staatsangehörige in der Massnahme eine Schreiner-Lehre abschliessen. Sollte er aber scheitern, wartet auf ihn ein langjähriger Aufenthalt im Gefängnis.

Die übrigen Beschuldigten wurden wegen bandenmässigen Raubes zu teilbedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Der Handwerker aus Windisch zu drei Jahren, wobei er zehn Monate absitzen soll. Die beiden Türken kassierten je 30 Monate. Davon je sechs Monate unbedingt.

Präsident Weber sprach angesichts der verhältnismässig geringen Beute von ausgesprochen sinnlosen Taten. Auch wegen der Tatsache, dass ein Türke «Action» als Tatmotiv angegeben hatte. Weber sprach zum Schluss von einem Missbrauch der Party-Kultur.

Quelle: 20min

Sie quälten, dealten, erpressten – jetzt sitzt die Islamisten-Gang in Haft!

Bild: blick.ch

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Wie ein Model posiert Damir A.* (23) in der Uniform der Schweizer Füsiliere. Aber eigentlich schlägt sein Herz für eine ganz andere Armee. Die Gotteskrieger, die Mudschahedin, die ihr Leben im Kampf für Allah lassen.

So schreibt der Schweizer mit bosnischen Wurzeln denn auch unter seine RS-Bilder: «Bosnien wird für immer mein Land sein. Ich klaue nur ihr Wissen, dann nehme ich es nach Bosnien mit.»

Auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht Damir A. Gedichte: «Ein Bittgebet für alle Brüder, die im Krieg gestorben sind und die nie die ersten Schritte ihrer Kinder sehen konnten», schreibt er. «Jetzt beginnt der Weg des Glaubens.»

Damir A., so glaubt die Neuenburger Staatsanwaltschaft, gehört zu einer kriminellen Bande, wie es sie in der Schweiz noch nicht gab.

Islamisten, die ihre Opfer erpressten, quälten, einschüchterten. Die versuchten, für den Islam zu missionieren. Die in der Region Le Locle und La-Chaux-de-Fonds den Marihuana-Handel an sich rissen und kontrollierten.

Drei junge Männer sind noch in Untersuchungshaft. Damir A., Issa J.* (24), Hares A.* (24).

«Es ist besorgniserregend»

Dem Schweizer, dem Tschetschenen und dem Afghanen werden Hehlerei, Nötigung, Freiheitsberaubung, Erpressung, Körperverletzung, Drogendelikte vorgeworfen. «In meiner Karriere als Staatsanwalt habe ich solch systematische Erpressungsmethoden noch nicht erlebt», sagt Nicolas Feuz. «Es ist besorgniserregend.»

Schon 2008 beginnt die Bande mit ihren kriminellen Aktivitäten. Sie nennt sich Jamahat. Nimmt auch einen Rap auf. «Es geht immer darum, wo man das verdammte Geld holen kann», heisst es in dem Sprechgesang. «Wir intrigieren und betrügen.» Und: «Wenn wir das tun, dann nur, um unsere eigenen Mittel zu haben.»

Immer weiter bauen sie ihr kriminelles Netz aus. Issa führt die Bande an. Damir und Hares sind seine beiden «Leutnants», so Staatsanwalt Feuz. Zuletzt zählt die Gang, die sich dem radikalen Islam verschrieben hat, mindestens 15 Mitglieder.

«Hares hat mich gezwungen, zwei Handy-Abos abzuschliessen – für je 200 Franken im Monat», sagt ein Opfer (19), das anonym bleiben will. Die Handys, die er dafür bekam, verkaufte die Gang weiter.

«Mich haben sie in einen Keller entführt», sagt ein anderer junger Mann (20). Er musste Drogen für die Gang verkaufen. «Sie haben mich an einen Stuhl gefesselt, Issa hat mich verprügelt.»

Über 30 Opfer bereits bekannt

Bild: blick.ch

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Bis jetzt gibt es über 30 Opfer. Die Polizei sucht nach weiteren Geprellten und nach einer Höhle in der Region, wo der Clan eine Marihuana-Plantage unterhält.

Issa kam als Flüchtling in die Schweiz. «Er glaubt fest an den Islam», sagt ein Mitglied von Jamahat. «Stundenlang hat er uns erzählt, wie toll seine Religion ist. Praktisch jeder bei uns ist Muslim. Issa hat uns gezeigt, dass Allah gross ist.»

Die Tante von Hares A. glaubt nicht, dass ihr Ziehsohn gläubig ist. «Wenn er es wäre, hätte er all diese Dinge nie getan», sagt sie. Mit zwölf Jahren sei er zu ihr in die Schweiz gekommen. «Er hat seinen Vater im Krieg verloren. Er war immer schwierig, hat nie auf mich gehört.» In den letzten Jahren hat sie ihn kaum gesehen. «Er hat versucht, vor uns zu verbergen, was er so macht.»

Und auch der gebürtige Bosnier Damir A. hat ein gestörtes Verhältnis zu seiner Familie. «Er hat uns nur Probleme gemacht, ständig war die Polizei bei uns», sagt sein Vater.

Zuletzt waren Polizisten am Montag, 26. November bei Familie A. «Sie holten Damirs Sturmgewehr ab», sagt ein Nachbar. «Die Mutter übergab es an zwei Beamte.»

Quelle: blick.ch

Draufhauen, Drohungen und Drogen: Eine Bande von radikalen Muslimen nötigte Neuenburger Jugendliche. Sie zwangen sie zu dealen und sich zu verschulden. Dazu gab es Schläge und Entführungen.

Bild: rtn.ch

«Mit einer Kapuze, festgebunden und von Schlägen gezeichnet, hielten sie ihn geknebelt in einer Höhle fest.» So beschreibt der zuständige Staatanwalt Nicolas Feuz das Schicksal eines der Jugendlichen, die sich der Drogenbande mit Namen «Jamahat» widersetzten.

Seit 2008 schreckte diese radikal-islamische Drogenbande vor keinem Mittel zurück, um ihr lokales Marihuana-Monopol in Le Locle und Neuenburg zu verteidigen.

Opfer mussten Handy-Abos abschliessen

Dazu zwang sie ihre jungen Kunden nicht nur, für sie zu dealen, sondern nötigte sie auch, ihnen mehrere Smartphones zu beschaffen. Einige der Opfer mussten dazu bis zu sieben Abos abschliessen und verschuldeten sich so um mehrere tausend Franken. Die Handys verkauften die Täter danach auf dem Schwarzmarkt.

Zur Bande «Jamahat» gehörten Jugendliche aus Tschetschenien, Afghanistan und Ex-Jugoslawien, die sich einem radikalen Islam verschrieben. Eingeschüchtert konvertierten einige ihrer Opfer sogar selbst zum Islam.

Polizei sucht die Drogen-Höhle

Jahrelang traute sich keiner, die Bande zu verpfeifen. Im März flog der Terror auf, als ein Jugendlicher sich mit einem Hilfeaufruf an die Polizei wandte. Danach erwischte die Polizei die Mitglieder von Jamahat in La Chaux-de-Fonds in flagranti und steckte sie in U-Haft.

Seither sind über zwanzig weitere Klagen eingegangen. Die Polizei sucht nun im Gebiet Jura/Drei-Seen-Land nach der Höhle, wo der Clan seine Marijuhana-Plantage unterhielt.

Quelle: 20min

Der Jugenddienst der Stadtpolizei Zürich hat ein Ermittlungsverfahren über 21 angezeigte Raubstraftaten und diverse Nebendelikte abgeschlossen. Der Schadens- bzw. Deliktsbetrag beläuft sich auf über 20‘000 Franken.

Symbolbild: Rike / pixelio.de

Im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember 2011 kam es in der Stadt Zürich zu einer Häufung von bewaffneten Raubdelikten mit ähnlichem Tatvorgehen und Signalement. Abklärungen des Jugenddienstes der Stadtpolizei führten zu einem Verdächtigen, der am 14. Dezember 2012 in der Ostschweiz verhaftet, befragt und wieder entlassen wurde. In den darauffolgenden polizeilichen Ermittlungen ergaben sich laufend neue Hinweise auf weitere Straftaten und tatverdächtige Personen.

Insgesamt konnten 21 Raubdelikte, Hehlerei und Diebstähle sowie mehrere Verstösse gegen das Waffengesetz geklärt werden. Die Deliktsumme beträgt über 20‘ 000 Franken. Von den insgesamt 38 Opfern, die meistens mit Messern bedroht wurden, erlitten 14 Verletzungen. Diese reichten von Prellungen und Beulen bis hin zu Schnitt- und Stichverletzungen.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um 10 junge Männer im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Die Tatverdächtigen kommen aus Tschetschenien (4), der Türkei (4) und der Schweiz (2). Neun der Beschuldigten wohnen im Kanton Aargau und einer im Kanton St. Gallen. Die Ermittlungen zeigten, dass die die Delikte in unterschiedlichen Zusammensetzungen verübt worden waren. Nach Abschluss der Ermittlungen liegen die einzelnen Fälle nun bei den jeweils zuständigen Untersuchungsbehörden (Jugendanwaltschaft / Staatsanwaltschaft).

René Ruf
Stadtpolizei Zürich
Mediendienst
044 411 91 11

Quelle: stapoZH