Die Kantonspolizei Bern hat am Donnerstagabend im Raum Schützenmatte in der Stadt Bern eine gezielte Aktion gegen Drogenhandel durchgeführt. In diesem Rahmen werden neun Personen wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht. Kurze Zeit später erfolgte eine weitere Kontrolle in der Innenstadt wegen Verdachts auf illegale Prostitution.

Gestützt auf eigene Feststellungen sowie infolge verschiedener Beschwerden aus der Bevölkerung, wonach rund um die Reitschule Drogenhändler unterwegs seien bzw. selbst Jugendlichen Betäubungsmittel angeboten werde, führte die Kantonspolizei Bern am Donnerstagabend, 12. Dezember 2013, eine gezielte Kontrolle durch. Dabei wurden zwölf Personen auf eine Polizeiwache geführt und näher kontrolliert. Neun von ihnen werden wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht, fünf Personen verstiessen gegen das Ausländergesetz. Sechs der zwölf Angehaltenen mussten vorübergehend festgenommen werden. Die Angehaltenen stammen grösstenteils aus afrikanischen Staaten.

Mehrere Personen versuchten sich der Kontrolle zu entziehen und mussten im Rahmen einer Nacheile auch im Inneren des Reitschulareals angehalten werden. Dennoch konnten kleinere Mengen Kokain, Marihuana sowie mehrere Hundert Franken sichergestellt werden.

Am selben Abend fand zudem eine weitere koordinierte Kontrolle in Bern statt, dies wegen des Verdachts auf illegale Prostitution. In diesem Zusammenhang wurden in einem Lokal in der Rathausgasse zehn Frauen kontrolliert. Sämtliche Angehaltenen konnten die Wache kurze Zeit später wieder verlassen, wobei eine Frau sich wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu verantworten haben wird. Weitere Abklärungen sind noch im Gang.

Im Rahmen der beiden Aktionen standen verschiedene Dienste der Polizei im Einsatz – die Kontrollen konnten ohne grössere Zwischenfälle durchgeführt werden.

In der Nacht auf Freitag kam es daraufhin zu einem Farbanschlag auf das Regionalgefängnis. Gemäss aktuellen Erkenntnissen muss davon ausgegangen werden, dass dies eine Reaktion auf die abendliche Kontrolle bei der Reitschule war. Auch hier sind weitere Abklärungen im Gang.

Quelle: kapoBE

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