Bild: kapoAG

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Nach wie vor sind ausländische Diebe im Aargau sehr aktiv. Die Kantonspolizei nahm gestern Abend eine rumänische Familie fest, die wahrscheinlich auf Diebestour war.

Trauergemeinde im Fokus von Dieben

Bei einer Abdankungsfeier fiel am Donnerstagmittag, 5. Dezember 2013, bei der Kirche in Meisterschwanden ein ausländisches Pärchen auf, das verdächtig bei den deponierten Leidkarten herumschlich. Anwesende bemerkten dies und riefen die Polizei. Die beiden Unbekannten fuhren dann in einem Auto mit ausländischen Kontrollschildern weg. Zu einem Diebstahl des Geldes, das in den Briefumschlägen vorhanden war, schien es nicht gekommen zu sein.

Unabhängig von diesem Vorfall kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei Aargau am späten Abend auf dem A1-Rastplatz Oftringen einen ausländischen Fiat. Darin schlief ein rumänisches Ehepaar samt ihrem Kind. Bald stand fest, dass es sich um jenes Auto handelte, das am Mittag in Meisterschwanden aufgefallen war. Den Erwachsenen konnten zwar trotz intensiver Abklärungen – darunter die gründliche Durchsuchung des Autos durch Spezialisten der Grenzwache – keine Straftaten nachgewiesen werden. Da trotzdem der dringende Verdacht bestand, dass die beiden mit dem Kind auf Diebestour waren, nahm sie die Kantonspolizei für weitere Ermittlungen fest. Das vierjährige Kind befindet sich bei der Mutter, wobei die Jugendanwaltschaft die Kinderschutzbehörde eingeschaltet hat.

Täglich Trickdiebstähle

In einem Kleidergeschäft in Möhlin erschienen am Donnerstagnachmittag ein Mann und eine Frau. An der Kasse wollten sie eine Kleinigkeit mit einer 200-Franken-Note bezahlen. Als die Angestellte die Kasse öffnete, wollten die beiden den Kauf rückgängig machen. Dabei stifteten sie mit viel Gerede Verwirrung. Dies nutzte die unbekannte Frau aus und griff unbemerkt in die Kasse. Mit zusätzlichen hundert Franken verschwand das Pärchen wenig später. Die überrumpelte Angestellte bemerkte den Diebstahl danach und rief die Polizei.

Mit der gleichen Masche trat dasselbe Paar wenig später noch in einem Gartencenter in Frick und in einer Apotheke in Windisch auf. Sie scheiterten jedoch und verschwanden ohne Beute.

Ebenfalls gestern Nachmittag versuchten zwei Frauen in einem Coiffeursalon in Birmenstorf, mit demselben Trick an Geld zu kommen. Diese Diebinnen gingen jedoch ebenfalls leer aus und flüchteten.

Die Polizei fahndete jeweils intensiv nach den als Roma beschriebenen Dieben. Sie blieben jedoch verschwunden.

Während sich diese Diebe auf Geschäfte konzentrierten, wurde gestern auch eine Passantin Opfer eines Trickdiebstahls. Die betroffene Seniorin wurde am Weihnachtsmarkt in Bremgarten von zwei Frauen bestohlen, die vorgegeben hatten, Spenden für «Taubstumme» zu sammeln.

Seit Monaten gehen bei der Kantonspolizei Aargau täglich Meldungen über solche Trickdiebstähle ein. Einmal mehr warnt die Polizei davor und mahnt zu erhöhter Wachsamkeit. Verdächtige Personen sollten sofort der Polizei gemeldet werden (Notruf 117).

Quelle: kapoAG

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