GE: Der Trick mit der Trojanischen Kommode

Veröffentlicht: 4. Dezember 2013 in + Artikel in den Kantonen, + Artikel mit Gefangenen, + Ausländische Herkunft, + Begangene Delikte, Betrug, Falschgeld, GE, Rumänien
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Sie versteckten sich in einem Holzmöbel und prellten so ahnungslose Schweizer um Geld. Jetzt hat die Grenzwache die Betrügerbande festgenommen.

Das ist so kreativ wie kriminell: Eine Bande aus Rumänien hat in den vergangenen Monaten mehrere Leute in Hotelzimmer gelockt und ihnen falsche Tausendernoten untergejubelt. Die potenziellen Opfer fanden die Betrüger auf Portalen für Kleinanzeigen. Sie wollten eigentlich Immobilien, Autos, Schmuck oder Kunstobjekte zu Geld machen.

Die Gauner kontaktierten sie und luden sie in ein Hotelzimmer ein. Dort überredeten sie die Opfer, Geld zu tauschen, statt etwas zu verkaufen. Zu diesem Zweck sollten beide Parteien ihre Banknoten in eine angeblich sichere Schublade in einer Kommode legen.

Was die Opfer nicht wussten: Das Möbelstück war so präpariert, dass sich einer der Verbrecher darin verstecken und das deponierte Geld über einen doppelten Boden durch Blüten ersetzen konnte. Unter einem falschen Vorwand wurde das Gespräch dann beendet und die arglosen Opfer gingen mit einem Bündel Falschgeld nach Hause.

Nicht der erste Fall

Mitte November konnte den Gaunern schliesslich das Handwerk gelegt werden. Als sie im Raum Genf die Schweizer Grenze überqueren wollten, wurden sie von der mobilen Grenzpolizei gestellt. Die Trojanische Kommode wurde im Auto der Betrüger gefunden. Die drei wurden im Mai bereits bei ihrer Einreise beim Grenzposten in Chiasso kontrolliert, wie die Polizei schreibt. Damals waren sie mit der gleichen Kommode und einem Bündel Falschgeld unterwegs.

Offenbar war die Bande nicht die einzige mit derart viel Fantasie. Im Raum Chêne-Bougeries konnte im August eine weitere Gruppe von Männern festgenommen werden, die ebenfalls falsche Tausendernoten bei sich trugen und im Kofferraum eine manipulierte Kommode mitführten.

Die Genfer Polizei warnt deshalb vor vermeintlich lukrativen Transaktionsgeschäften. Es könnten boshafte Absichten dahinter stecken. In dringenden Fällen rät die Polizei, Geschäfte mit Unbekannten immer in der Öffentlichkeit durchzuführen. Ausserdem appelliert sie an Hotelangestellte, die Augen offen zu halten, da die Kommoden in einer Velotasche an ihnen vorbei ins Zimmer geschmuggelt werden.

Quelle: 20min

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