Weiningen ZH: Panne vorgetäuscht – Helfer überfallen

Veröffentlicht: 13. November 2013 in + Artikel in den Kantonen, + Artikel mit Gefangenen, + Ausländische Herkunft, + Begangene Delikte, Raubüberfall, Rumänien, ZH
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(Symbolbild)

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Ein Rumäne raubte auf der Autobahn bei Weiningen einen hilfsbereiten Autofahrer aus. Nun wurde der bereits ausgeschaffte Täter zu 14 Monaten Haft verurteilt.

Der Gerichtspräsident Stephan Aeschbacher sprach anlässlich der Urteilseröffnung vom Mittwoch von einem dreisten und unverfrorenen Vorgehen der Täterschaft. Ebenso von einer hohen kriminellen Energie des heute 31-jährigen Rumänen, der heute wieder in seiner Heimat lebt. Der Prozess gegen den abwesenden Südosteuropäer fand im abgekürzten Verfahren statt. Womit der Sachverhalt nicht mehr bestritten war.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis ging auf den 26. März 2012 zurück. Damals fuhr der Baeschuldigte als Mitglied einer Räuberbande mit einem Personenwagen der Marke Mercedes zur Autobahnausfahrt bei Weiningen, wo er mitten am Nachmittag eine Panne vortäuschte und um Hilfe winkte. Schon bald hielt ein Autolenker an und wollte dem vermeintlichen Opfer aus der Patsche helfen.

Doch dann erlebte der Retter eine böse Überraschung. So zog der Mercedes-Lenker plötzlich eine echt aussehende Spielzeugpistole und verlangte von ihm Geld. Als der Räuber feststellte, dass der Geschädigte kein Bargeld auf sich trug, forderte er den Privatkläger auf, mit ihm zusammen unverzüglich einen Bancomaten aufzusuchen.

1500 Franken erbeutet

Das hartnäckige Vorgehen des Täters zahlte sich vorerst aus. Während seine Komplizen im Hintergrund den Mercedes lenkten, stieg er in den Wagen des Opfers ein, bedrohte dieses mit seiner «Waffe» und zwang es, nach Zürich zu einem Bancomaten der ZKB zu fahren. Dort wollte der Rumäne den Geschädigten dazu bringen, 4000 Franken abzuheben.

Wegen einer Bezugslimite konnte der Privatkläger jedoch nur 1500 Franken beziehen. Worauf sich der Ganove mit der Beute in den nachgefahrenen Mercedes begab und zusammen mit den Mittätern das Weite suchte.

152 Tage in Haft, dann ausgeschafft

Die Polizei konnte den mehrfach vorbestraften Rumänen im Februar 2013 festnehmen. Worauf er 152 Tage in Haft verbrachte und ein umfassendes Geständnis ablegte. Die Verteidigerin und die Staatsanwaltschaft einigten sich im letzten Juli auf einen Urteilsvorschlag, worauf der Beschuldigte entlassen und in seine Heimat ausgeschafft wurde.

Nun segnete das Bezirksgericht Dietikon den Antrag der Parteien ab. Demnach wurde der Beschuldigte wegen Raubes zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Bei einer langen Probezeit von vier Jahren. Die Verfahrenskosten von über 4500 Franken wurden dem Täter zwar auferlegt, jedoch infolge Uneinbringlichkeit einstweilen abgeschrieben. Das Gericht stufte das Verschulden des Räubers als nicht mehr leicht bis erheblich ein. Er soll heute in Rumänien als Taxifahrer tätig sein.

Quelle: 20min

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