Zürich: Haus nach illegaler Party verwüstet

Veröffentlicht: 4. November 2013 in + Artikel in den Kantonen, + Artikel ohne Gefangene, + Begangene Delikte, Illegale Party, Sachbeschädigung, Unbekannt, Vandalismus, ZH
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Zerbrochene Scheiben, Müll und Sprayereien: Hunderte feierten in der Nacht auf Sonntag in einem leer stehenden Zürcher Haus eine wilde Party.

Bild: 20min

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Glassplitter liegen am Boden, Hunderte von leeren Bierdosen stehen herum, die Wände sind versprayt, es riecht nach Erbrochenem. Das leer stehende Haus an der Zürcher Schweighofstrasse 421 ist ein Bild der Verwüstung.

Offenbar feierten im Gebäude, wo bis vor kurzem ein Coiffeursalon und Wohnungen untergebracht waren, Hunderte eine illegale Party. Anwohner berichten, dass in der Nacht auf Sonntag viele Partygänger das Haus besetzten. Zuerst feierten sie friedlich, doch gegen 3 Uhr morgens artete das Fest offenbar aus. «Ich hörte Schreie und wie Fenster eingeschlagen wurden», berichtet eine Anwohnerin: «Mich erstaunt, dass die Polizei nicht eingegriffen hat.»

Stadtpolizei: «Räumung hätte zu viel Zeit gebraucht»

Die Stadtpolizei wurde von Anwohnern um 22.30 Uhr informiert, wie Medienchef Marco Cortesi bestätigt. «Erst in den frühen Morgenstunden sind dann aber fünf bis zehn Lärmklagen eingegangen.» Die Beamten seien vor Ort gewesen, um die Lage abzuklären: «Sie stellten fest, dass sich noch deutlich mehr als 50 Personen im Haus befanden», so Cortesi.

Unter diesen Umständen wäre eine Räumung des Hauses nicht verhältnismässig gewesen, weil dazu ein grösseres Aufgebot benötigt worden wäre. «Bis dann wäre die Party erfahrungsgemäss bereits beendet gewesen», so Cortesi. Zudem habe man gewusst, dass am Montag mit dem Abriss des Hauses begonnen werde: «Darum hat man sich gegen eine Räumung der ausartenden und lauten Party entschieden.»

Eigentümerin entsetzt über Schaden

Gar kein Verständnis für die Partymacher hat die Eigentümerin, die Baugenossenschaft Rotach. «Wir wurden heute Morgen über die Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt», sagt Geschäftsführer Jürg Aebli. Er habe sich das Areal persönlich angeschaut. Die gesamte Einrichtung, die man eigentlich noch weiterverwerten wollte, sei nun kaputt.

«Ich kann nicht verstehen, wieso man so einen Riesenschaden anrichten muss», sagt er. Auch tun ihm die Anwohner leid, die der Lärmbelästigung ausgesetzt waren. «Für das Verhalten der Polizei habe ich aber vollestes Verständnis», so Aebli.

Quelle: 20min

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