Die Stadtpolizei Zürich hat am Montag, 28. Oktober 2013, in Zürich-Nord sechs Frauen festgenommen, die trotz fehlender Arbeitsbewilligung für einen Versicherungsbroker Termine vereinbarten.

Nach umfangreichen Vorermittlungen kontrollierten Detektive der Stadtpolizei Zürich im Kreis 11 sechs Frauen aus Bosnien und Herzegowina, die für eine Versicherungsbroker-Firma arbeiteten. Das Hauptaugenmerk lag dabei beim Aufenthaltsstatus und der Arbeitsbewilligung der Angestellten. Erste Abklärungen ergaben, dass sich die Frauen rechtswidrig in der Schweiz aufhalten und ohne die erforderliche Bewilligung für ihren Arbeitgeber tätig sind.

Weitere Ermittlungen und Befragungen durch Detektive der Stadtpolizei Zürich zeigten, dass der Firmeninhaber, ein 29-jähriger Schweizer, auf einer Internetplattform Jobs im Versicherungsvermittlungsgeschäft in der Schweiz angeboten hatte. In der Folge führte er am Wohnort der Frauen in Sarajevo mit den Bewerberinnen Anstellungsgespräche durch. Schlussendlich kamen anfangs September 2013 sechs Frauen im Alter von 23 bis 28 Jahren, die gut Deutsch sprechen, in die Schweiz.

Die Frauen waren in der Stadt Zürich und in den Kantonen Zürich und Aargau mit einem Fahrzeug unterwegs. Dabei gingen sie von Haustür zu Haustür und boten den Leuten Termine für Versicherungsberatungen an. Die Festgenommenen wurden der Staatsanwaltschaft Zürich zugeführt. Sie müssen mit fremdenpolizeilichen Massnahmen rechnen. Der Firmeninhaber zeigte sich bei einer ersten polizeilichen Befragung geständig. Gegen ihn wird wegen Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung und Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts ermittelt.

Quelle: stapoZH

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