Kanton Bern: Untersuchung gegen Sozialtherapeuten abgeschlossen

Veröffentlicht: 27. September 2013 in + Artikel in den Kantonen, + Artikel mit Gefangenen, + Artikel ohne Herkunftsangaben, + Begangene Delikte, BE, Ohne Angaben, Pornographie, Schändung, Sexuelle Handlungen
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(Symboltext) - Thorben Wengert  / pixelio.de

(Symboltext) – Thorben Wengert / pixelio.de

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 57-jährigen Mann Anklage erhoben, der während 29 Jahren in verschiedenen Heimen und Behinderteninstitutionen an insgesamt 124 Kindern und Pflegebefohlenen sexuelle Handlungen begangen haben soll. Bedingt durch die Verjährungsfrist können 33 Fälle strafrechtlich verfolgt werden. Der Beschuldigte befindet sich seit dem 27. September 2011 im vorzeitigen Massnahmevollzug.

Rund zwei Jahre nach der Festnahme eines heute 57-jährigen Mannes, der während 29 Jahren an 124 Kindern oder Pflegebefohlenen sexuelle Handlungen begangen haben soll, sind die von der Kantonspolizei Bern im Auftrag der regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland durchgeführten Untersuchungen abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft erhob beim Regionalgericht Bern-Mittelland Anklage gegen den Beschuldigten. Er wird sich wegen Schändung, sexuellen Handlungen mit Kindern, Abhängigen und Anstaltspfleglingen, Pornografie sowie Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte vor Gericht verantworten müssen.

Der Beschuldigte hat bis heute den mehrfachen sexuellen Missbrauch von 114 Opfern gestanden. In zehn weiteren Fällen sei es beim Versuch geblieben. Da der grösste Teil der Fälle zum Zeitpunkt der Festnahme bereits verjährt war, können gemäss geltender Gesetzgebung noch 33 Fälle strafrechtlich verfolgt werden. Bei den Opfern in den zur Anklage gelangenden Fällen handelt es sich mehrheitlich um geistig und körperlich, teils schwerstbehinderte, Kinder, junge Männer und Frauen. Das jüngste Opfer in einem der zur Anklage gelangenden Fälle war zur Tatzeit drei Jahre alt.

Das Verfahren gegen den 57-jährigen Sozialtherapeuten war Ende März 2010 im Kanton Aargau ausgelöst worden, nachdem zwei männliche Bewohner eines Behindertenheims ihren Eltern von sexuellen Kontakten mit ihrem Betreuer erzählt hatten. Die Eltern wandten sich an die Heimleitung, welche daraufhin die Polizei informierte. Erste Ermittlungen erhärteten den Verdacht gegen den Mann. Er wurde von der Kantonspolizei Bern anfangs April 2010 im Berner Oberland festgenommen.

Der Beschuldigte machte im Verlauf der Einvernahmen Angaben über weitere ähnliche Übergriffe, die er insbesondere als Betreuer mehrheitlich in verschiedenen bernischen Heimen begangen hatte. Aufgrund dessen wurde das Verfahren durch die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland übernommen.

Quelle: kapoBE

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