GE: Banküberfall auf UBS in Genf + Nachtrag

Veröffentlicht: 24. September 2013 in + Artikel in den Kantonen, + Artikel ohne Gefangene, + Begangene Delikte, Erpressung, GE, Nachtrag, Raubüberfall, Unbekannt
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Zwei Unbekannte haben eine Filiale der UBS in Cornavin (GE) ausgeraubt. Die Beute beläuft sich auf eine Million Franken, schreibt «Le Matin».

Polizeigrosseinsatz in Genf. Zwei Unbekannte haben laut «Le Matin» um 13.30 Uhr eine UBS-Filiale in Cornavin ausgeraubt und dabei rund eine Million Franken erbeutet.

Sie flüchteten auf einem weissen Roller, der in Genf registriert ist. Die Polizei verfolgt die Flüchtigen gemäss der «Tribune de Genève» mit Hilfe eines grossen Beamtenaufgebots und eines Helikopters. Ausserdem sei die interkantonale und internationale Zusammenarbeit aktiviert worden.

Bezahlte der Bankangestellte Lösegeld?

«Ich sah einen Bankangestellten mit einer grossen Tasche. Eine Minute später hielt ein Roller mit zwei Personen auf dem Parkplatz Eingang Cornavin», berichtet ein Zeuge. Der Beifahrer sei daraufhin vom Roller abgestiegen und auf den Angestellten zugegangen. Sie hätten eine Minute diskutiert, als der Beifahrer plötzlich in tadellosem Französisch seinem Kollegen etwas zurief.

«Er schrie: ‹Los, wir gehen!› Dann hat er sich die Tasche des Bankers gepackt.» Das Ganze habe mehr nach einer Geldübergabe als nach einem Raub ausgesehen. Ein Detail, das diese Hypothese bestätige, sei das Fehlen von Waffen. Verschiedene unbestätigte Quellen berichteten über eine Bezahlung von Lösegeld.

Die Filiale in Cornavin war bereits im September 2011 Ziel eines bewaffneten Raubüberfalls geworden.

Quelle: 20min

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NACHTRAG:

UBS-Räuber nahmen Familie als Geisel

Während einer Zigi-Pause erfährt ein UBS-Angestellter in Cornavin, dass Verbrecher seine Familie in ihrer Gewalt haben. Er händigt ihnen ein Lösegeld in unbekannter Höhe aus.

Ein Mitarbeiter der Bank UBS in Cornavin GE ist am Dienstagnachmittag Opfer einer Erpressers geworden. Der Bankangestellte übergab Geld an den Mann, der angab, die Familienmitglieder des Mannes als Geiseln zu halten. Der Täter konnte unerkannt flüchten. Die Familie ist wohlauf und in Sicherheit.

Die Höhe der Beute gaben die Behörden noch nicht bekannt. Die Tat spielte sich am frühen Nachmittag ab, als der Bankmitarbeiter vor der Filiale seine Pause verbrachte. Der Täter sprach ihn an und zeigte ihm ein Foto, auf dem die Familie als Geiseln zu Hause zu sehen war.

Der Bankmitarbeiter ging daraufhin in die Filiale, holte einen Sack mit Geld und übergab ihn dem Täter, wie die Staatsanwaltschaft Genf am Donnerstagnachmittag mitteilte. Nachdem der Mann sich entfernt hatte, verständigte der erpresste Angestellte sofort die Polizei.

Der Erpresser rannte zu einem Motorrad, auf dem ein Komplize sass. Die beiden Männer flüchteten auf dem «Scooter» in Richtung Lausanne. Die Suche nach ihnen war Ende Nachmittag immer noch in Gange, wie die Staatsanwaltschaft weiter bekanntgab.

Der Familie des Angestellten geht es gut, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Es habe keine Verletzten gegeben, aber die Beteiligten stehen noch unter Schock.

Sie hatten keine Waffen dabei

«Ich sah einen Bankangestellten mit einer grossen Tasche. Eine Minute später hielt ein Roller mit zwei Personen auf dem Parkplatz Eingang Cornavin», berichtet ein Zeuge. Der Beifahrer sei daraufhin vom Roller abgestiegen und auf den Angestellten zugegangen. Sie hätten eine Minute diskutiert, als der Beifahrer plötzlich in tadellosem Französisch seinem Kollegen etwas zurief.

«Er schrie: ‹Los, wir gehen!› Dann hat er sich die Tasche des Bankers gepackt.» Das Ganze habe mehr nach einer Geldübergabe als nach einem Raub ausgesehen.

Diverse Online-Medien – darunter auch 20 Minuten – berichteten zuerst, die Bank sei überfallen worden und die Beute habe eine Million Franken betragen. Die Polizei bestätigte zu Beginn lediglich, dass Polizisten im Bankgebäude seien.

Die Filiale in Cornavin war bereits im September 2011 Ziel eines bewaffneten Raubüberfalls geworden.

Quelle: 20min

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