Kanton Zürich: Notorischer Betrüger überführt – 30 Delikte geklärt

Veröffentlicht: 6. Juni 2013 in + Artikel in den Kantonen, + Artikel mit Gefangenen, + Begangene Delikte, Betrug, Schweiz, ZH
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Die Kantonspolizei Zürich hat einem notorischen Betrüger 30 Delikte mit einem Gesamtdeliktsbetrag in der Höhe von mehr als 70‘000 Franken nachgewiesen.

Der 45-jährige Schweizer hat in der Zeit von Juni 2010 bis Oktober 2012 über das Internet bei verschiedenen Firmen im In- und auch Ausland Geräte, Werkzeug, Spielwaren, Informatikartikel, diverses Zubehör, Unterhaltungselektronik sowie Büro-, Garten und Haushaltartikel bestellt. Er tat dies mit wechselnden Kundenprofilen, was es ihm ermöglichte, bei derselben Firma mehrmals Bestellungen vorzunehmen. Aufgrund seiner desolate finanzielle Situation und den gegen ihn eingeleiteten Betreibungen, war es ihm zu keinem Zeitpunkt möglich, die Rechnung der bestellten Artikel zu begleichen.

Die Kantonspolizei Zürich ermittelte unter der Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft wegen Betruges sowie betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gegen den 45-Jährigen aus der Stadt Zürich. Die polizeilichen Ermittlungen zeigten, dass der Beschuldigte auch in weiteren Kantonen (Bern, St.Gallen, Aargau, Schwyz, Luzern, Solothurn, Baselland) sowie in Deutschland und Österreich mit dem identischen Tatvorgehen, Betrüge begangen hat. Der Beschuldigte gab die ihm zur Last gelegten Vergehen mit einer Deliktssumme von mehr als 70‘000 Franken zu.

Als Motiv nannte der IV-Rentner Langeweile sowie die Finanzierung seines Lebensunterhaltes. Er wählte die Artikel oftmals spontan aus, soweit sie ihn interessierten. Ob diese gewinnbringend zu verkaufen waren, spielte beim Kaufentscheid keine – allenfalls eine untergeordnete Rolle. Nicht selten benutzte er diese selber, verschenkte sie in einem nicht näher bekannten Personenkreis oder bot sie auf verschiedenen Internetportalen zum Kauf an.

Im Laufe des Verfahrens konnte Deliktsgut im Wert von mehreren 10‘000 Franken sichergestellt und grösstenteils den Eigentümern zurückgegeben werden.

Quelle: kapoZH

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