Erfahrungen aus der Luzerner Määs

Die Luzerner Määs war auch dieses Jahr für die Luzerner Polizei ein Arbeitsschwerpunkt. Zusätzlich zu den normalerweise auf dem Bahnhof- und Europaplatz eingesetzten Polizistinnen und Polizisten, stand die Polizei täglich mit mehreren Teams im Einsatz. Auffällige Personen wurden angehalten und kontrolliert. Dabei kam es zu 14 Festnahmen, 4 davon wegen Raubtatbeständen. Die Delikte standen meist nicht im direkten Zusammenhang mit der Määs. Die Aufklärung und die Festnahmen sind aber auf die vermehrte Präsenz und Kontrolltätigkeit zurückzuführen. Insgesamt wurden 8 Personen wegen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz angezeigt und 2 entwichene Personen konnten angehalten werden.
Asylbewerber, meist Nord- und Schwarzafrikaner haben sich vermehrt vom Bahnhofplatz ins Määsgelände verschoben. Viele davon waren mit Ein- respektive Ausgrenzungen belegt und hätten sich nicht an diesen Örtlichkeiten aufhalten dürfen. Vor allem in den Abendstunden konnten Streitigkeiten im Keime erstickt werden.

Massnahmen

Die deutliche erhöhte Polizeipräsenz während der Luzerner Määs hat sich offensichtlich als notwendig erwiesen. Die Luzerner Polizei hatte bereits während des lucerne festivals die Präsenz der uniformierten Polizei erhöht und damit gute Erfahrungen gemacht. Gestützt auf diese Erfahrungen und jene während der Luzerner Määs, hat die Luzerner Polizei zusammen mit dem politisch zuständigen Justiz- und Sicherheitsdepartement das weitere Vorgehen für die nächsten Wochen festgelegt:
Ziel ist es, einerseits das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessern und andererseits Straftaten in erst Linie verhindern und begangene Straftaten möglichst rasch aufklären.

Um dies zu erreichen wird die sichtbare Polizeipräsenz im Bereich Bahnhofplatz/Europaplatz erhöht. Die uniformierten Polizisten werden dabei bei Bedarf auch durch Polizisten in zivil unterstützt. Die Zahl der zusätzlich eingesetzten Polizistinnnen und Polizisten hängt von den konkreten Umständen ab. Tages- und Nachtzeit, Wetter und Events werden das konkrete Dispositiv der Polizei ebenso beeinflussen, wie die laufende Lagebeurteilung. Die erhöhte Präsenz wird bis auf Weiteres aufrecht erhalten und falls notwendig nochmals verstärkt. Gleichzeitig wollen Polizei und Justiz- und Sicherheitsdepartement mit dem Stadtrat und der Direktion für Umwelt, Verkehr und Sicherheit die mittel- und längerfristig notwendigen Massnahmen diskutieren um die Situation auf dem Bahnhof- und Europaplatz nachhaltig zu verbessern. Dazu kann und will die Polizei einen Beitrag leisten.

Die anstehenden Herausforderungen wie Umgang mit Randständigen, Asylproblematik, Drogenkonsum und Drogenhandel können aber nur mit allen Zuständigen gemeinsam gelöst werden. Selbstverständlich ist auch die Frage ob und welche Kameras nötig sind, Thema der vorgesehenen Verhandlungen. Die Ergebnisse werden in die zurzeit von der Polizei geplanten Massnahmen für das Frühjahr 2013 einfliessen.

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Kontakt
Kurt Graf
info.polizei (at) lu.ch
www.polizei.lu.ch

Quelle: kapoLU

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