Worblaufen BE: Zwei Polizisten im Einsatz verletzt

Veröffentlicht: 17. August 2012 in + Artikel in den Kantonen, + Artikel ohne Gefangene, + Begangene Delikte, BE, Drohung, Körperverletzung, Unbekannt
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In der Nacht auf Freitag sind in Worblaufen zwei Polizisten von Besuchern einer privaten Party verletzt worden. Ein Polizist befindet sich nach wie vor in Spitalpflege. Eine Person wurde verhaftet.

Am späten Donnerstagabend, 16. August 2012, um ca. 2330 Uhr wurde die Polizei wegen Ruhestörung nach Worblaufen an die Worblaufenstrasse gerufen. Dort war neben einem leerstehenden Haus eine Party mit ca. 50-60 Personen im Gang. Die Polizisten sprachen bei der betreffenden Liegenschaft vor und ermahnten die Besucher, etwas ruhiger zu sein. Dieser Aufforderung wurde vorerst auch nachgegangen. Die zweite Lärmklage ging dann um ca. 0150 Uhr bei der Polizei ein. Drei Patrouillen rückten aus und forderten die ca. 40 noch anwesenden Partybesucher dazu auf, das Fest zu beenden. Der grösste Teil der Besucher verliess die Örtlichkeit friedlich.

Etwa 15 Personen widersetzten sich der Aufforderung. Ein Partybesucher näherte sich der Polizei mit einem unbekannten Gegenstand in drohender Haltung. Dabei wurde er von den weiteren Personen unterstützt. Als diese trotz Aufforderung keine Distanz zu den Polizisten hielten, zog einer der Polizisten den Polizeimehrzweckstock. Die Polizei wurde daraufhin mit einem Pfefferspray angegriffen. Nachdem der Angreifer zwecks Festnahme zu Boden geführt wurde, wurde ein Polizist von mehreren Personen mit Schlägen und Fusstritten angegriffen. Eine Person trat dem Polizisten ins Gesicht, worauf auch die Polizei Pfefferspray einsetzte. In der folgenden Auseinandersetzung wurden die Polizisten immer wieder mit Steinen, Dachlatten, Bauabschrankungen und Gittern angegriffen.

Beim Versuch eine weitere Person anzuhalten, wurde ein weiterer Polizist so heftig in den Finger gebissen, dass er sich ärztlich behandeln lassen musste. Ausserdem wurde ein Polizist durch einen Stein im Gesicht verletzt und musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden. Er befindet sich nach wie vor in Spitalpflege.

Die Situation beruhigte sich erst, als die Polizei Gummischrot gegen die Angreifer einsetzte. Diese zogen sich Richtung Löchligut zurück.

Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland

Quelle: kapoBE

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